Ein neuer Schalker Torhüter: Martin Fraisl. © RHR-FOTO
Schalke 04

Was Martin Fraisl mit Schalkes Ex-Torhüter Jens Lehmann verbindet

Seit einigen Jahren gibt es im Torwart-Team des FC Schalke 04 mächtig viel Bewegung. Wir stellen den jüngsten Neuzugang zwischen den Pfosten, Martin Fraisl, vor.

Was haben Schalkes früherer Schlussmann Jens Lehmann und der jüngst verpflichtete Martin Fraisl gemeinsam? Die Antwort kennen wohl nur absolute Fußball-Freaks: Beiden gelang als Torhüter ein Treffer während eines Spiels.

Während Lehmann bekanntlich beim Derby in Dortmund in der Nachspielzeit nach einer Ecke erfolgreich war, glückte Fraisl dieses Kuriosum im Mai 2018. Im Trikot des Floridsdorfer AC gelang ihm gegen die Kapfenberger SV in der Nachspielzeit der Treffer zum 3:3-Endstand.

Rückennummer 30

Dass Schalke den Österreicher nun ablösefrei verpflichtete, hängt mit der Corona-Erkrankung von Ralf Fährmann zusammen. „Aufgrund der Geschehnisse der vergangenen Tage hatten wir akuten Handlungsbedarf auf der Torhüterposition. Martin Fraisl war extrem motiviert und angetan, als wir mit ihm über ein Engagement bei Schalke 04 gesprochen haben,“ erklärte Schalke-Sportdirektor Rouven Schröder.

Fraisl, dessen Vertrag bei ADO Den Haag am Ende der vergangenen Spielzeit ausgelaufen war, hat einen Einjahres-Vertrag unterschrieben und erhielt die Rückennummer 30.

„Ich bin kein Daumendrücker“

Der im Umgang mit den Medien sehr freundliche Österreicher ist auch mit einem gesundenen Selbstvertrauen ausgestattet: „Ich bin kein Daumendrücker, sondern war überall Stammspieler und zuletzt auch Spielführer“, erzählte Freisl am Dienstag nach der Vormittagseinheit.

Jeder Finger und auch beide Arme waren bei ihm getapt, um einen optimalen Halt zu gewährleisten, wenn er Bälle abwehren muss. Fraisl: „Die letzte Woche war sehr turbulent. Wegen des Quarantäne-Trainingslagers gab es noch nicht die Zeit, alle meine neuen Mannschaftskameraden richtig kennenzulernen. Das wird jetzt nach und nach geschehen.“

Stamm-Torhüter in Sandhausen

Der 28-Jährige kennt die zweite Bundesliga aus seinen gut 18 Monaten beim SV Sandhausen. Für den Club aus Baden-Württemberg stand der gebürtige Wiener insgesamt 45 Mal zwischen den Pfosten. Nachdem der Österreicher im Dezember 2020 nach einem Trainerwechsel bei den Baden-Württembergern seinen Stammplatz verloren hatte, trennten sich die Wege von Spieler und Verein.

Martin Fraisl, geboren am 10. Mai 1993 im österreichischen Wolfsbach, gab sein Profidebüt beim SC Wiener Neustadt am 1. Spieltag der Saison 2015/2016 gegen den SC Austria Lustenau. Im Juli 2018 wagte der damals 25-Jährige erstmals den Sprung ins Ausland. Sein Ziel: Rumänien. Nach einer Spielzeit beim FC Botosani zog es Fraisl zurück nach Deutschland und jetzt zum FC Schalke 04.

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