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Schalke 04

Was sich Schalke-Torwart Ralf Fährmann für den Rest der Saison wünscht

Zuletzt erlebte Ralf Fährmann eine Achterbahn der Gefühle. Doch der Torwart gab nie auf. Auch als seine Ausleihen keinen Erfolg brachten, ließ sich der gebürtige Chemnitzer nicht entmutigen.

Zu Beginn der neuen Bundesligasaison pendelte Fährmann zwischen Bank und Tor. Das Vertrauen der sportlichen Leitung in seine Fähigkeiten schien nicht besonders groß, denn Schalke buhlte intensiv um die Dienste von Alexander Schwolow. Das zerschlug sich aus finanziellen Gründen, doch mit Frederik Rönnow wurde dann ein anderer Konkurrent für Fährmann verpflichtet, der auch bis zu seiner Verletzung regelmäßig zum Einsatz kam.

Nun bestimmte der neue Trainer Christian Gross jedoch Fährmann als Schalker Nummer eins, was sich bisher bezahlt gemacht hart. In einer digitalen Medienrunde sprach der Schlussmann über…

… seine Worte im Schalker Kreis nach dem Sieg gegen Hoffenheim: „Das war sehr emotional. Ich habe jeden Spieler beglückwünscht, aber auch klar gemacht, dass es nur ein Sieg war und wir demütig bleiben müssen. Jetzt gilt es in den nächsten Begegnungen punktemäßig nachzulegen. Die vergangenen Wochen und Monate waren nicht einfach für uns und speziell auch für mich. Deshalb tut ein Zu-Null-Sieg mit einigen Paraden natürlich besonders gut.“

… die Stabilität im Team: „Wie gefestigt wir als Mannschaft sind, werden die nächsten Wochen zeigen. Schon in Frankfurt werden wir darüber weitere Aufschlüsse erhalten. Das Pokalspiel der Eintracht in Leverkusen hat mir gezeigt, wie aggressiv und körperbetont die Frankfurter auf dem Platz unterwegs sind.“

… die Bedeutung von Sead Kolasinac: „Er tut der Mannschaft gut, weil er Schalke lebt. Dass er den Verein kennt, ist auch ein wichtiger Faktor. Und er hat das Herz am rechten Fleck. Er ist jemand, der Verantwortung übernimmt und seine Mitspieler mitreißt“.

… seine zuletzt praktizierte Zurückhaltung in der Öffentlichkeit: „Ich will mich ganz auf meinen Job im Tor konzentrieren. Ständig einen Platz vor den Kameras zu besetzen, das muss ich nicht haben. Es reicht, wenn ich im Mannschaftskreis meine Meinung äußere“.

… die Kapitänsfrage: Ob Sead Kolasinac Kapitän bleibt, ist für mich nicht entscheidend. Wir müssen als Mannschaft uns so entwickeln, dass wir elf Kapitäne auf dem Platz haben, oder noch besser: 18 Kapitäne, denn auch die Spieler, die draußen sitzen, sind enorm wichtig.

… die Arbeit des neuen Trainers Christian Gross: Jeder Trainer hat seine Qualitäten. Als Spieler sollte man alles dafür tun, die Vorgaben des Trainers auf dem Platz umzusetzen“.

… den Plan von Trainer Gross, Rönnow im DFB-Pokal spielen zu lassen: „Ich bin so ehrgeizig, dass ich am liebsten jedes Spiel machen würde, egal, ob das in der Bundesliga, im Pokal oder ein Freundschaftsspiel ist. Aber wenn der Trainer so plant, ist das okay. Fußball ist ein Mannschaftssport.“

… seine Zukunft, wenn Schalke absteigen würde: „Damit beschäftige ich mich nicht. Es geht jetzt einzig und allein darum, die restlichen Spiele bis zum Saisonende erfolgreich zu bestreiten. Vor allem die letzten beiden Hinrundenpartien in Frankfurt und das Heimspiel gegen den 1. FC Köln sind enorm wichtig für uns“.

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