Gegen Hoffenheim erzielte Daniel Caligiuri bereits seinen dritten Bundesligatreffer für den FC Augsburg. © dpa
Schalke 04

Wie Daniel Caligiuri die Entwicklung des FC Schalke 04 bewertet

Diese Bundesligapartie ist für Daniel Caligiuri eine besondere: Am Sonntag (15.30 Uhr) kommt es zum Wiedersehen mit dem FC Schalke 04.

Dem Verein, wo der Deutsch-Italiener jahrelang ein Leistungsträger war. Dennoch wurde der Vertrag des 32-Jährigen am Saisonende nicht verlängert. Eine Entscheidung, die bei vielen Schalker Anhängern für absolutes Unverständnis gesorgt hat.

Denn gerade auf der rechten Außenbahn, die Caligiuri jahrelang mit Erfolg „beackerte“, haben die Königsblauen im bisherigen Saisonverlauf große Probleme. Caligiuri wechselte dennoch ohne ein böses Wort zum FC Augsburg, wo er auch sofort zur unverzichtbaren Größe wurde. Bis auf eine Ausnahme stand er in jedem der bisher absolvierten zehn Bundesligapartien über die gesamte Spielzeit auf dem Platz. Drei Tore sind ihm bereits für den FC Augsburg gelungen.

Das ist die Hälfte der gesamten Schalker Treffer in dieser Saison.

In einer digitalen Medienrunde sprach Caligiuri über…

… die ersten Monate beim FC Augsburg: Ich habe mich von Anfang an so gefühlt, als ob ich schon drei Jahre hier wäre. Der FC Augsburg hat mir die Eingewöhnung sehr leicht gemacht. Ich bin auch ein Mensch, der sich schnell an eine neue Umgebung gewöhnt.

… seine neue Rolle als Familienvater: Wir haben uns schon immer ein Kind gewünscht. Ein Traum ist in Erfüllung gegangen. Auch wenn die Nächte manchmal etwas kürzer sind, ist es wunderbar.

… seinen Abschied vom FC Schalke 04: Ich habe noch Kontakt zu einigen Spielern. Aber das ist privat. Ich hatte dort eine schöne Zeit. Schalke 04 ist und bleibt ein Traditionsverein, der aktuell eine schwere Zeit durchmacht. Ich war ja zu Beginn der Negativserie noch dabei und weiß, wie sehr auch die Fans dort leiden.

… die aktuelle Schalker Situation: Ich kann aus der Ferne nicht beurteilen, woran es liegt. Aber es tut weh, die Entwicklung zu beobachten. Ich hoffe, dass sie die Kurve kriegen. Aber erst nach dem Spiel in Augsburg.

… die 1:3-Niederlage in Hoffenheim: In den ersten 30 Minuten waren wir nicht richtig auf dem Platz. Dann hatten wir eine gute Phase, ehe wir durch zwei Gegentore unmittelbar nach Wiederbeginn auf die Verliererstraße gerieten. So was darf eigentlich nicht passieren, aber es gehört zum Fußball dazu. Daraus müssen wir lernen.

… das Interesse von Freiburgs Trainer Christian Streich an Caligiuri: Der FC Augsburg hat sich so intensiv um mich bemüht, dass alles andere für mich schnell kein Thema mehr war. Beim FCA hatte ich einfach von Beginn an ein sehr gutes Gefühl.

… die Ausgangsposition vor dem Spiel gegen Schalke: Auch wenn Schalke aktuell Letzter ist, kann man nicht davon sprechen, dass wir als klarer Favorit ins Spiel gehen. Wenn ich eins in der Bundesliga gelernt habe, dann, dass man jede Partie von der ersten bis zur letzten Minute hoch konzentriert angehen muss. Aber Fakt ist auch, dass wir bewiesen haben, dass wir gegen jede Mannschaft eklig sein können.

… den Corona-Fall André Hahn: Das ist sehr schade für ihn und uns, denn er war in guter Form. Natürlich macht man sich Gedanken, wenn so etwas in der eigenen Mannschaft passiert. Aber jeder einzelne Spieler hat bei uns eine hohe Selbstverantwortung. Wir führen jetzt auch regelmäßig Schnelltests durch und halten uns an die Maßnahmen, um die Infektionsgefahr zu minimieren.

… seine Punkteerwartungen für die Partien gegen Schalke und Bielefeld: Ich bin ein Sechs-Punkte-Typ. Aber im Ernst: Bielefeld ist für mich noch weit weg, erst einmal geht es darum, gegen Schalke eine gute Leistung abzuliefern. Ich erwarte ein sehr intensives Spiel. Wir sollten uns aber nicht so viel mit dem FC Schalke beschäftigen, sondern auf unsere eigenen Stärken bauen.

… das Saisonziel mit dem FC Augsburg: Unser oberstes Ziel ist, dass wir die Liga wieder halten. Das Potenzial in der Mannschaft ist vorhanden. Nach den ersten zehn Spieltagen haben wir uns eine ordentliche Ausgangsposition verschafft. Auf diesem Weg müssen wir weiter machen.

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