Zukunftsplanungen sind wegen diverser Unwägbarkeiten kompliziert: Trotzdem bemüht sich Schalkes Sportdirektor Rouven Schröder, Nägel mit Köpfen zu machen. © RHR-FOTO
Schalke 04

Zalazar, Aydin und Co: Schalke und der Versuch, Nägel mit Köpfen zu machen

In welcher Liga Schalke in der kommenden Saison spielt, entscheidet sich vielleicht erst am Saisonende. Das Beispiel Mehmet Aydin zeigt, dass trotzdem erste „Pflöcke“ eingeschlagen werden sollen.

Wenn Schalkes sang- und klangloser Abstieg in der vergangenen Saison überhaupt etwas Gutes hatte, dann war es die Planungssicherheit: Schon sehr, sehr frühzeitig wusste die königsblaue Chefetage, dass sie für die Zweite Liga gerüstet sein muss. Dementsprechend klar strukturiert wurde der Kader zusammen gestellt – die Großverdiener, die Schalke in die Zweite Liga gekickt hatten, spielten in diesen Planungen von Anfang an keine Rolle mehr, bis auf den im Sommer wegen seiner schweren Knieverletzung schwer vermittelbaren Salif Sané sind mittlerweile auch alle entweder verkauft oder ausgeliehen.

In dieser Saison gestaltet sich die Komplettierung des Personal-Tableaus für die kommende Spielzeit schon etwas schwieriger. Die Aufstiegsfrage entscheidet sich möglicherweise erst am Ende der Saison – darüber hinaus stehen zahlreiche entweder von Schalke geliehene oder verliehene Spieler vor einer noch nicht klar definierten Zukunft.

Schröder: Zalazar bleibt

Mitten in dieser unsicheren Gemengelage muss sich Schalkes Sportdirektor Rouven Schröder nichtsdestotrotz darum bemühen, Nägel mit Köpfen zu machen und zumindest schon mal ein Spieler-Gerüst für die kommende Saison zu basteln. Ein Bestandteil davon ist Rodrigo Zalazar – um die Vertragskonstellation des von Eintracht Frankfurt ausgeliehenen Mittelfeldspielers gibt es hin und wieder mal die eine oder andere Irritation, Schröder hat neulich allerdings noch einmal erklärt: Zalazar spielt auch in der kommenden Saison auf Schalke – unabhängig von der Liga.

Ein weiterer Fixpunkt in Schröders Planungen ist offenbar Mehmet Can Aydin: Nach Sport1-Informationen steht der 19-Jährige kurz vor einer Vertragsverlängerung bis 2025. Sein aktueller Vertrag läuft Ende dieser Saison aus, Aydin wäre dann ablösefrei zu haben. Und hätte anscheinend keine Probleme, einen neuen Verein zu finden: Angeblich sind diverse europäische Vereine an dem deutschen U20-Nationalspieler interessiert, der in Würselen geboren ist und 2014 nach Schalke kam.

Diese Verträge laufen aus

Außer Aydins Vertrag laufen auch die Verträge von Martin Fraisl, Michael Langer, Salif Sané, Marc Rzatkowski und Simon Terodde aus. Bei Sané hat Schröder schon durchblicken lassen, dass sich Schalke ihn wohl auch in der Ersten Liga nicht mehr würde leisten können oder wollen, bei Terodde wird über eine Verlängerungsklausel im Aufstiegsfall gemunkelt. Dass der Vertrag mit Rzatkowski verlängert wird, erscheint Stand heute als unrealistisch – der kurzfristig verpflichtete Mittelfeldspieler bemüht sich noch immer darum, den Anschluss ans Profi-Team zu schaffen.

Und natürlich laufen auch die Verträge der Leihspieler Ko Itakura, Andreas Vindheim, Thomas Ouwejan, Yaroslav Mikhailov, Darko Churlinov und Marvin Pieringer aus. Vor allem Itakura und Ouwejan werden die Perspektive Erstklassigkeit haben wollen – Schalkes „Flankenmaschine“ Ouwejan, ausgeliehen von AZ Alkmaar, soll ja bereits in den Notizbüchern mehrerer deutscher Erstliga-Vereine stehen.

Acht Spieler verliehen

Ausgeliehen an andere Vereine hat Schalke Ozan Kabak, Amine Harit, Can Bozdogan, Rabbi Matondo, Hamza Mendyl, Nassim Boujellab, Levent Mercan und seit Mittwoch auch Dries Wouters – wenn es schlecht läuft, stehen sie im Sommer wieder auf der Schalker Matte. Auch das erschwert die Aufgabe von Rouven Schröder, schon frühzeitig Nägel mit Köpfen zu machen.

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