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Sollte der Schalke den Bundesliga-Klassenerhalt schaffen, wonach es punktemäßig ja immer noch aussieht, darf der Verein nicht zur Tagesordnung übergehen. Dann gehört alles auf den Prüfstand.

Gelsenkirchen

, 14.04.2019 / Lesedauer: 2 min

Die verfehlte Transferpolitik: Vor der Saison wurde Schalke für die Neuzugänge gelobt, doch je länger die Saison dauerte, desto größer wurde die Ernüchterung. Eine den Namen nach personell attraktiv bestückte Mannschaft ist aktuell noch nicht einmal Mittelmaß. Die Spieler harmonieren nicht miteinander. Das sieht man nicht nur in den Spielen, sondern da reicht es schon, wenn man sich die Trainingseinheiten anschaut. Da wird zwar engagiert gearbeitet, aber es fehlt an Automatismen, sehenswerten Spielzügen und Überraschungsmomenten. So wie Schalkes Spieler trainieren – so spielen sie auch.

Keine Führungsspieler: Nach dem Wechsel von Naldo und der Zurückstufung von Ralf Fährmann fehlt es dieser Mannschaft an Führungspersönlichkeiten. Das dokumentiert sich auch in den Spielen. Liegt Schalke zurück, wurde in dieser Saison noch keine Bundesligapartie gewonnen. Es ist niemand da, der in schwierigen Spielsituationen Verantwortung übernimmt. Eine klare Hierarchie in der Mannschaft gibt es nicht.

Eigeninitiative ist ein Fremdwort

Zu wenig Teamgeist: Wenn die Frage aufkommt, ob sich die Spieler zum Beispiel mal allein treffen, um sich die Meinung zu sagen oder Probleme zu diskutieren, gibt es meistens erstaunte Blicke. So nach dem Motto: Auf diesen Gedanken sind wir noch gar nicht gekommen. Dass Profis auch mal selbst initiativ werden dürfen, wenn es sportlich nicht läuft, ist in der Gedankenwelt der meisten Schalker Spieler überhaupt nicht verankert. Eigeninitiative ist ein Fremdwort.

Kein Wunder, dass Huub Stevens mehr und mehr an seiner Truppe verzweifelt. Begreifen seine Spieler nicht bald den Ernst der Lage, droht Schalke noch ein ganz heißes Frühjahr. Für einen Verein mit solchen Möglichkeiten ist das ein Armutszeugnis, das noch lange nachwirken könnte.

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