Benjamin Stambouli zieht Bilanz: Seine drei Jahre auf Schalke

Schalke

Fast auf den Tag genau seit drei Jahren spielt Benjamin Stambouli für den FC Schalke 04. Am Dienstag blickte er zurück und voraus.

Gelsenkirchen

, 27.08.2019, 18:20 Uhr / Lesedauer: 2 min
Benjamin Stambouli zieht Bilanz: Seine drei Jahre auf Schalke

KeineAngst vor großen Namen: Benjamin Stambouli (l.) im Duell mit Philippe Coutinho. © dpa

Der Franzose, der am 13. August seinen 29. Geburtstag feierte, hat sich bei den Königsblauen zu einem Spieler entwickelt, dessen Worte auf und außerhalb des Platzes Gewicht haben. Stambouli vermittelt den Eindruck, als würde er sich jede Minute darüber Gedanken machen, was er und seine Mitspieler beim FC Schalke 04 verbessern können. Auch während eines Spiels pflegt er die ständige Kommunikation mit seinen Mitspielern, wenn ihm dies nötig erscheint.


Deshalb empfindet es der Defensivspezialist offensichtlich auch als völlig unpassend, wenn Fragen nach seiner sportlichen Zukunft gestellt werden. Stambouli lebt in der Gegenwart. Deshalb bügelte er alle Fragen ab, die seinen am Saisonende auslaufenden Vertrag betreffen.


Positive Erinnerungen überwiegen


„Da müssen Sie andere Personen fragen“, so Stambouli. Immerhin ließ er sich entlocken, dass er sich auf Schalke sehr wohl fühle. „Ich mag den Verein und habe in den drei Jahren hier viel erlebt. Es waren gute und schlechte Momente dabei“, sagte der 29-Jährige und betonte, dass die positiven Erinnerungen überwiegen.

Obwohl Schalke nur einen Punkt aus den ersten beiden Bundesligaspielen holte, findet Stambouli die Leistungen der eigenen Mannschaft „grundsätzlich gut“. Man dürfe nicht nur auf die Punktausbeute schielen, sondern müsse auch die Leistungen auf dem Platz bewerten. Deshalb könne man zuversichtlich an die nächsten Aufgaben in der Bundesliga herangehen.


Dass Schalke in seinem Offensivspiel noch Luft nach oben hat, räumt Stambouli ein, „aber mir bereitet das keine Angst. Wir haben uns in Mönchengladbach und auch gegen die Bayern Tormöglichkeiten erspielt“.


Starke Konkurrenz in der Innenverteidigung


Was Stamboulis Position innerhalb des Kaders betrifft, darf man gespannt sein, wie Trainer David Wagner weiterhin mit ihm plant. Schließlich steht Salif Sané nach seiner verkürzten Vorbereitungsphase wegen des Afrika-Cups wieder zur Verfügung, und auch Neuzugang Ozan Kabak soll spätestens nach der Länderspielpause wieder zur Verfügung stehen.


Sollte das klappen, dürften die Karten in der Schalker Innenverteidigung neu gemischt werden. Womöglich muss Stambouli ins defensive Mittelfeld wechseln, wo er auch in der zweiten Halbzeit gegen die Bayern spielte und gegen den neuen Superstar Philippe Coutinho eine ordentliche Figur machte.


Viel Lob für Jonjoe Kenny

„Ich kämpfe in jedem Training darum, in die Startelf zu kommen. Alles andere entscheidet der Trainer“, betonte Stambouli, der auf der rechten Abwehrseite mit Neuzugang Jonjoe Kenny recht gut harmonierte. Stambouli führt dies auf die intensiven Videoanalysen mit Co-Trainer Christoph Bühler zurück. „Dadurch wissen wir, was uns von der gegnerischen Seite in puncto Offensive erwartet“, so der Franzose.


Stambouli ist ohnehin von Kenny begeistert: „Er ist ein super Junge und gibt immer alles“. Das muss auch gegen die routinierten Berliner Stürmer um Vedad Ibisevic und Salomon Kalou so sein, wenn die Gastgeber keine unliebsame Überraschung erleben wollen wie in der vergangenen Saison. Damals gewannen die Berliner mit 2:0 in der Veltins-Arena.