Bordon sprüht im zweiten Frühling vor Ehrgeiz

Routinier gibt Gas

GELSENKIRCHEN Ob Marcelo Bordon nach dem Ende des Trainingslagers ins Herzlake ein Stoßgebet zum Himmel geschickt hat, ist nicht bekannt. Fakt ist aber: Der Brasilianer hat sich im Emsland körperlich gequält wie schon lange nicht mehr.

von Von Frank Leszinski

, 13.07.2009, 18:52 Uhr / Lesedauer: 1 min
Bordon sprüht im zweiten Frühling vor Ehrgeiz

Marcelo Bordon gibt unter dem neuen trainer Felix Magath richtig Gas.

Was ohne Zweifel mit der Person Felix Magath zusammenhängt, den Bordon zu Stuttgarter Zeit schätzen gelernt hat. „Dieser Trainer hat einen Plan“, sagt Bordon und gibt indirekt zu verstehen, dass er das bei den Vorgängern von Magath vermisst hat. Auch mannschaftsintern scheint Bordon bereit, mehr Verantwortung zu übernehmen. Im Frühjahr hatte er noch tief frustriert seine Kapitänsbinde freiwillig zur Verfügung gestellt und seinen vorzeitigen Abschied aus Schalke angekündigt. Bordon damals: „Mein Vertrag läuft zwar bis 2011, doch ich will schon ein Jahr früher Schluss machen. Die Fans sollen mich in guter Erinnerung behalten.“ Doch in den Testspielen trug Bordon plötzlich wie selbstverständlich wieder die Kapitänsbinde und ist auch erneut ein Mitglied im Mannschaftsrat. Der 33-Jährige scheint fest davon überzeugt, dass unter Magath der Erfolg nach Schalke zurückkehrt: „In der vergangenen Saison haben wir nach mehreren Champions-League-Teilnahmen gedacht, es gehe automatisch so weiter. Doch im Fußball kriegst du nichts geschenkt. Vom Training unter Magath werden wir die gesamte Saison profitieren“, glaubt Bordon. Der Brasilianer profitiert im Grunde schon jetzt. Er schläft in Herzlake „wie ein Stein“.