Breitenreiter lässt den "Hunter" zappeln

Schalke gegen Ingolstadt

In den vergangenen Tagen war André Breitenreiter nicht nur mit der Vorbereitung auf das Ingolstadt-Spiel beschäftigt, der Schalker Trainer verfolgte auch mit Argusaugen das Auftreten seiner Spieler in den nationalen Auswahlmannschaften während der zurückliegenden Länderspielpause.

GELSENKIRCHEN

01.04.2016, 07:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Klaas-Jan Huntelaar schoss seine Schalker früh auf die Siegerstraße.

Klaas-Jan Huntelaar schoss seine Schalker früh auf die Siegerstraße.

„Bei Younes Belhanda war es gar nicht so einfach, an Informationen zu kommen. Es hat seine Zeit gedauert, bis ich im Internet etwas zum Afrika-Cup gefunden habe“, gab Breitenreiter schmunzelnd zu. Die wichtigste Botschaft für den 42-Jährigen war die Tatsache, dass seine Schützlinge ihre Einsätze ohne Verletzung überstanden haben.

Keine Einsatzminuten für den "Hunter"

Bei Klaas-Jan Huntelaar war das kein Wunder, der Stürmer durfte in beiden Testspielen der Niederlande keine Minute spielen. „Das hat mich erstaunt, denn solche Spiele sind doch dazu da, Dinge auszuprobieren“, wunderte sich Schalkes Trainer.

Frust über seine Bankzeit sei dem Mittelstürmer jedoch nicht anzumerken gewesen. „Er war wie immer im Training, total professionell“, lobte Breitenreiter. Ob der „Hunter“ am Samstag in Ingolstadt in der Startelf steht, beantwortete der 42-Jährige ausweichend: „Es ist völlig offen, ob er spielt.“

Nicht mehr unantastbar

Huntelaars Position auf Schalke ist längst nicht mehr so unantastbar, wie sie es viele Jahre war. Lange galt der Grundsatz: Ist Huntelaar fit, dann spielt er. Doch diese Sichtweise gilt nicht mehr, weil der Routinier in dieser Saison weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist und sich das Schalker Spiel gewandelt hat.

„Die aktuellen ‚jungen Wilden‘ wie Sané, Meyer, Goretzka und auch Choupo-Moting sind keine ‚Flankengötter‘ und wollen das auch gar nicht sein“, sagt Schalkes Torjäger-Legende Klaus Fischer und fährt fort: „Huntelaar war nie der Kombinationsspieler, dem sie bei ihren Stafetten den Ball mit einer zu erwartenden Rendite anvertrauen können. Franco Di Santo scheint mir beweglicher und flexibler zu sein als Huntelaar.“

Di Santo, Choupo-Moting oder Huntelaar?

Doch Di Santo hat in dieser Bundesliga-Saison auch erst zweimal ins Schwarze getroffen. Deshalb darf man gespannt sein, wie Breitenreiter entscheidet. Eine Option wäre auch, Eric Maxim Choupo-Moting ins Sturmzentrum zu stellen, er hat die Beckenverletzung überwunden. Der Stürmer aus Kamerun hat übrigens ein erstes Schalker Angebot, seinen 2017 auslaufenden Vertrag zu verlängern, abgelehnt.

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