Die Ziele von Schalkes Neuzugang Benito Raman

Schalke 04

Benito Raman ging bei seiner Vorstellung im Blauen Salon der Veltins-Arena sofort in die Offensive und überraschte die Medienvertreter.

Gelsenkirchen

, 10.07.2019 / Lesedauer: 3 min
Die Ziele von Schalkes Neuzugang Benito Raman

Will mit dem FC Schalke 04 zurück nach Europa: Neuzugang Benito Raman. © dpa

Dass er schon länger eine Affinität zu Königsblau gehabt habe, dokumentierte der Schalker Neuzugang mit einem schnellen Griff zu seinem Smartphone und zeigte den Journalisten stolz sein Hochzeitsfoto. Die Braut in Weiß, der Bräutigam – in diesem Fall Benito Raman – in einem blauen Anzug. Da kann also aus der Sicht des 24-Jährigen nichts schiefgehen.

Auch deshalb habe er sich öffentlich so früh positioniert. „Ich wollte unbedingt zum FC Schalke 04 und kein Training in der Vorbereitung verpassen“, betonte der Stürmer. Dieses Ziel ging für den Belgier zwar nicht ganz in Erfüllung, weil Düsseldorf und Schalke noch länger als erwartet um die Ablösesumme feilschten. Doch die drei Tage Verspätung konnte der Stürmer verkraften.


Bereits seine siebte Profistation


Er will mit den Königsblauen so schnell es geht zurück nach Europa. Dass Schalke sich mit Raman auf eine langfristige Zusammenarbeit einigte, ist auch als Vertrauensvorschuss zu interpretieren. Denn bisher hielt es der Belgier nie lange bei seinen Vereinen aus. Schalke ist bereits seine siebte Profistation.

„In Belgien hatte ich den Ruf des bösen Jungen. Wer mich vor drei Jahre gesehen hätte, würde wohl nicht glauben, dass ich jetzt in der Bundesliga spiele. Doch seit ich in Deutschland bin, arbeite ich professioneller“, bekräftige Schalkes neue Sturmhoffnung, den Trainer David Wagner wohl hauptsächlich für den linken Flügel vorgesehen hat. Raman versteht und spricht ordentlich die deutsche Sprache, dennoch beantwortete er am Mittwoch alle Frage noch auf englisch.

„Benito will erst sprachlich ganz perfekt sein“, verriet sein neuer Coach David Wagner, der sich von dem 24-Jährigen mehr Dynamik für das Schalker Angriffsspiel verspricht. Und natürlich Tore. Dass mit Daniel Caligiuri in der vergangenen Saison ein Außenbahnspieler der beste Schalker Torschütze war, soll nicht wieder vorkommen. Wagner: „Benito soll da weitermachen, wo er in Düsseldorf aufgehört hat.“ Am Ende hatte der Belgier zehn Treffer und sechs Torvorlagen auf dem Konto.

Prominente belgische Vorbilder auf Schalke


Doch Raman will nicht nur auf Schalke für Furore sorgen, sondern sich mit guten Leistungen auch für die belgische Nationalmannschaft empfehlen. Bisher reichte es noch nie für einen Länderspieleinsatz. Vielleicht ist es ja ein gutes Omen, dass Raman prominente belgische Vorbilder hat, die auf Schalke reüssierten.



Man denke nur an „Kampfschwein“ Marc Wilmots oder den superschnellen Emile Mpenza, deren Karrieren bei den Königsblauen so richtig Fahrt aufnahmen. Damit er sich voll auf Fußball konzentrieren kann, will Raman näher an Gelsenkirchen wohnen. Noch lebt er in Düsseldorf mit seiner Familie.


Schnelligkeit als Waffe


Dass er bei seinem ersten Auftritt im Schalker Trikot aus drei Metern nicht das leere Oberhausener Tor traf, kommentierte sein Trainer augenzwinkernd mit „kann passieren“. Raman hat das Missgeschick längst abgehakt. „Ich brauche noch etwas Zeit. Das Testspiel war erst meine dritte Einheit“, so der Stürmer.


Seine Schnelligkeit bewertete er als eine vielversprechende Waffe für das Schalker Offensivspiel. Er ist überzeugt davon, mehr Chancen für sein Spiel zu bekommen als in Düsseldorf, wo die Spielweise mehr aufs Kontern ausgelegt war.

„Fans sind positiv verrückt“

Raman ist optimistisch, dass die Königsblauen mehr erreichen werden als in der vergangenen Saison, die auf einem enttäuschenden 14. Tabellenplatz endete. „Schalke hat zuletzt keine gute Saison erlebt. Das soll sich ändern. Ich erwarte eine harte Spielzeit, aber ich bin bereit“, bekräftigte Raman.

Er geht auch davon aus, dass ihn die Atmosphäre in der Veltins-Arena beflügeln wird. „Schalkes Fans sind positiv verrückt“, sagte Raman. Und das meint er als großes Kompliment.

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