Disziplin ist für Schalke kein Fremdwort mehr

Schalke 04

Nach 13 Spieltagen auf dem dritten Tabellenplatz: Schalke 04 gehört zu den positiven Überraschungen der Saison. Nicht nur sportlich, sondern auch in Sachen Fairness gibt es Verbesserungen.

Gelsenkirchen

, 04.12.2019, 16:51 Uhr / Lesedauer: 2 min
Disziplin ist für Schalke kein Fremdwort mehr

Diszipliniert zum Erfolg: Schalkes Spieler haben noch keine Gelb-Rote oder Rote Karte in dieser Saison gesehen. © dpa

Schalke hat sich in der Saison 2019/2020 in vielerlei Hinsicht verbessert. Das gilt auch in Sachen Disziplin. In der Fairnesstabelle liegen die Königsblauen nach 13 Bundesliga-Spieltagen gemeinsam mit Aufsteiger SC Paderborn auf Rang vier. 25 Gelbe Karten haben die Spieler beider Mannschaften bisher gesehen. Gelb-Rote oder Rote Karten gab es bisher für keinen Schalker Spieler in dieser Saison.


Das sah in der vergangenen Spielzeit ganz anders aus. Nach 34 Spieltagen hatten Harit und co. insgesamt 71 Verwarnungen kassiert. Hinzu kamen eine Gelb-Rote Karte (Suat Serdar) und vier Platzverweise (Matija Nastasic, Suat Serdar, Alexander Nübel und Yevhen Konoplyanka). Damit waren die Königsblauen in der vergangenen Spielzeit die unfairste Mannschaft in der Bundesliga.


McKennie droht eine Sperre



Das sieht in der neuen Saison ganz anders aus. Lediglich Borussia Dortmund (15 Gelbe Karte, eine Gelb-Rote Karte), RB Leipzig (18 Gelbe Karten, eine Gelb-Rote Karte) und 1899 Hoffenheim (22 Gelbe Karten) liegen vor den Königsblauen. Schlusslicht in dieser Statistik ist übrigens der 1. FC Köln mit 32 Gelben Karten, einer Gelb-Roten Karte und zwei Roten Karten.


Aktuell ist nur ein Schalker Spieler von einer Sperre bedroht, nämlich Weston McKennie, der vier Gelbe Karten auf dem Konto hat. Dahinter folgen Daniel Caligiuri, Omar Mascarell und der zurzeit verletzte Salif Sané (je 3), Jonjoe Kenny, Suat Serdar und Benjamin Stambouli (je 2). Alexander Nübel, Bastian Oczipka, Amine Harit, Ahmed Kutucu und Alessandro Schöpf sahen jeweils einmal die Gelbe Karte.




Laufleistung verbessert



Auch was die durchschnittliche Laufleistung betrifft, hat sich Schalke verbessert. Mit 116,4 km pro Spiel liegen die Schalker Spieler in dieser Statistik auf Platz sechs. Mindestens einmal pro Woche, meistens am Dienstagvormittag, lässt Trainer David Wagner seine Spieler mit Gewichten sprinten. Dies zahlt sich offenbar aus.


Auch in puncto Geschwindigkeit haben die Schalker Spieler zugelegt. Bestes Beispiel ist Benito Raman. Der Neuzugang aus Düsseldorf, der zunächst wegen einer Verletzung nicht so richtig in Schwung kam, gehört mit 44 Sprints pro Spiel zu den besten Spielern der Bundesliga in dieser Wertung.


„Wir haben einiges aufzuholen“, sagte Trainer David Wagner bei seinem Dienstbeginn auf Schalke. Mittlerweile ist er mit seiner Mannschaft schon auf vielen Arbeitsfeldern ein großes Stück vorangekommen. In Leverkusen wollen die Königsblauen am Samstag den positiven Trend der letzten Monate fortsetzen.

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