Schalke 04 hat zwar den Klassenerhalt geschafft, aber die letzten Spielen sind dennoch von großer Bedeutung. Deshalb hält sich Sportvorstand Jochen Schneider verbal auch nicht zurück.

Gelsenkirchen

, 12.05.2019, 18:46 Uhr / Lesedauer: 1 min

Zum Lautsprecher taugt Jochen Schneider in einer Branche der schrillen Töne nicht. Dennoch lohnt es sich, genau hinzuhören, wenn der Schalker Sportvorstand seine Einschätzungen formuliert.

Nach dem 1:1 in Leverkusen hätte es sich Schneider einfach machen und den Einsatz und die Mentalität der Schalker Spieler in der zweiten Halbzeit loben können. Und er hätte dezent darauf hinweisen können, dass es sportlich für Schalke ja um nichts mehr gehe.

Charaktertest für Rudy und Co.

Doch der 48-Jährige tat das Gegenteil. „Es ist wichtig zu sehen: Wer gibt in diesen Spielen, in denen es auf den ersten Blick um nicht mehr viel geht, noch 100 Prozent? Dafür sind diese Begegnungen extrem wichtig,“ betonte Schalkes Sportvorstand.

So gesehen war das Spiel in Leverkusen und wird das Saisonfinale gegen den VfB Stuttgart für die Schalker Profis zum Charaktertest. Schneider und der neue Trainer David Wagner werden ganz hinschauen, wie sich Rudy und Co. präsentieren. Ab der neuen Saison wird sich Schalke personell nicht nur stark verändern, sondern es soll auch eine Mannschaft auf dem Platz stehen, die charakterlich in Ordnung ist.

Deshalb hat Schneider mit seinen Worten nach dem Leverkusen-Spiel noch einmal Druck gemacht. Er will gegen den VfB Stuttgart eine Mannschaft auf dem Platz sehen, die alles gibt. Und zwar über 90 und nicht wie in Leverkusen nur über 45 Minuten.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt