Noch immer hat der FC Schalke 04 keinen „echten“ Neuzugang in seiner Mannschaft. Jetzt wird ein ganz prominenter Name gehandelt. Aber ist er finanzierbar?

Längenfeld

, 25.08.2020, 07:56 Uhr / Lesedauer: 1 min

Was besagt das Gerücht?

Der Fernsehsender „Sky“ berichtete als erstes, dass der frühere Schalker Sead Kolasinac von den Königsblauen ausgeliehen werden soll. Der gebürtige Karlsruher mit bosnischen Wurzeln spielte fünf Jahre bei den Blau-Weißen (2012 - 2017) in der Bundesliga. Aufgrund seiner kämpferischen Spielweise als linker Verteidiger war er hoch geschätzt. 2017 wechselte er zum FC Arsenal.

Was spricht für eine Ausleihe?

Kolasinac hat nie einen Hehl daraus gemacht, wie sehr er sich beim FC Schalke 04 wohlgefühlt hat. Er hat noch viele Freunde im Ruhrgebiet. Auf Schalke wäre er ein Führungsspieler, dem man auch das Kapitänsamt zutrauen würde. Fakt ist, dass es erste Gespräche zwischen Schalke-Vorstand Jochen Schneider und dem Kolasinac-Management gegeben hat.

Was spricht gegen eine Ausleihe?

Kolasinac soll acht Millionen Euro pro Saison in London verdienen. Diese Gehaltsdimension macht deutlich, dass „Seo“ sich nur ausleihen lassen kann, wenn er zu erheblichen finanziellen Zugeständnissen bereit ist. Schalke hat intern eine Gehaltsobergrenze von 2,5 Millionen Euro beschlossen. Im Gespräch ist, dass sich Arsenal und Schalke das Gehalt des Linksverteidigers teilen. Aber auch bei diesem Modell muss Kolasinac finanziell Verzicht üben.

Die Meinung von Schalke-Experte Frank Leszinski:

Eine Rückkehr von Kolasinac würde Sinn machen. Die Linksverteidiger-Position ist eine Schwachstelle bei den Königsblauen. Mit Bastian Oczipka und Hamza Mendyl hat Schalke zwar zwei Spieler auf dieser Position, die jedoch kein gehobenes Bundesliga-Niveau aufweisen. Aber die angedachte Ausleihe wird sich nur realisieren lassen, wenn Kolasinac auf viel Geld verzichtet. Das erscheint in der Welt von Fußball-Profis sehr fraglich. Zudem ist Schalke auch nicht mehr die sportlich attraktive Adresse wie in der Vergangenheit. Deshalb ist es nur schwer vorstellbar, dass sich Kolasinac zur Rückkehr entschließt.

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