Schalkes Sportvorstand Jochen Schneider hatte angedeutet, dass in diesem Sommer eventuell gar kein Spieler mehr verpflichtet wird. Unser Kommentator zweifelt, ob das eine so gute Idee ist.

Gelsenkirchen

, 28.07.2019 / Lesedauer: 2 min

Als Schwätzer ist Jochen Schneider auf Schalke bislang noch nicht aufgefallen. Im Gegenteil: Schalkes Sportvorstand denkt erst nach, bevor er spricht. Gut so.

Insofern ist seinen Aussagen schon eine gewisse Bedeutung beizumessen.

Im Trainingslager in Mittersill hat Schneider nun angekündigt, dass es möglicherweise keinen weiteren Neuzugang mehr geben wird.

Keine Neuzugänge mehr für Schalke? Respekt vor so viel Optimismus, Herr Schneider

Schalkes Sportvorstand Jochen Schneider. © imago

Natürlich wird das auch davon abhängen, ob (und wie gut) ausgemusterte Profis wie Yevhen Konoplyanka, Hamza Mendyl und Nabil Bentaleb verkauft werden, aber grundsätzlich gibt Schneider damit zu erkennen, dass die sportliche Schalker Leitung den aktuellen Kader offenbar für stark genug hält, eine mindestens bessere Saison als die vergangene zu spielen.


Daran fehlt es dem Schalker Spiel derzeit noch

Respekt vor so viel Optimismus! Zwar wäre für das Erreichen dieses Ziels auch ein Neuzugang im hohen zweistelligen Millionen-Bereich kein Garant, aber viele Schalker Fans – und die haben oft genug das richtige Näschen – umschleicht das Gefühl, dass der tatsächliche Handlungsbedarf auf Schalke irgendwie nicht mit den bisherigen Aktivitäten auf dem Transfermarkt korrespondiert.

Wenn die Einkaufs-Tour nun tatsächlich schon beendet ist, fehlt die Fantasie für die Antwort auf die Frage, wie dann vor allem das S04-Mittelfeld an Fahrt aufnehmen soll, dem es deutlich erkennbar an Tempo fehlt(e). Zumal es Schalke in den bisherigen Testspielen noch nicht gelang, so etwas wie Aufbruchstimmung zu erzeugen.

Das Vertrauen von Schneider und Trainer David Wagner in die Spieler, die in der Vorsaison zu oft enttäuschten, ist offensichtlich groß. Bleibt aus Schalker Sicht nur zu hoffen, dass die Profis begreifen, dass sie nun erst recht in der Bringschuld sind.

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