Magath kennt kein Erbarmen

Trainingslager

HERZLAKE Hat der Trainer denn gar kein Erbarmen? Als Felix Magath am Freitag kurzzeitig den Trainingsplatz in Herzlake verließ, ahnten die Spieler Böses.

von Von Frank Leszinski

, 10.07.2009, 18:53 Uhr / Lesedauer: 1 min
Magath kennt kein Erbarmen

Der neue Trainer und Manager des FC Schalke 04, Felix Magath (l.) spricht mit Jefferson Farfan.

Magath wäre nicht Magath, wenn er nicht gleich eine Warnung hinterherschicken würde: „Dienst nach Vorschrift werde ich nie dulden. Wer sich nur schnell bewegt, wenn er ans kalte Büfett geht, bekommt Probleme mit mir.“ Mit ihm hat Disziplin bei den Knappen Einzug gehalten, die ab sofort auf den japanischen Gastspieler Naoya Kikuchi verzichten. Extra-Würste gibt es für keinen Spieler mehr. Bestes Beispiel: Marcelo Bordon. Hatte der Brasilianer auf die ersten Testspiele Saison für Saison wegen seiner angeblich empfindlichen Muskulatur verzichtet, so ist der Abwehrspieler nun in jeder Partie im Einsatz. Schon nach knapp zwei Wochen hat bei einigen Profis das Training unter Magath sichtbare Wirkung hinterlassen. Gerald Asamoah wirkt rank und schlank wie lange nicht. Auch Ivan Rakitic hat viel Gewicht verloren.

Mitleid konnte man mit Neuzugang Emin Yalin bekommen. Als er Magath signalisierte, dass er im Trainingsspiel nicht mehr mitwirken könne, schickte der ihn zu Konditionstrainer Werner Leuthard. In strömendem Regen musste Yalin fortan Medizinbälle stemmen. Bis zum Abwinken.