Marketing-Vorstand Alexander Jobst wirbt für neue Rechtsform

Schalke 04

Soll der FC Schalke 04 ein eingetragener Verein bleiben oder eine neue Rechtsform anstreben? Marketing-Vorstand Alexander Jobst plädiert dafür, neue Wege zu gehen.

Gelsenkirchen

, 18.08.2020, 12:34 Uhr / Lesedauer: 1 min
Befürwortet eine neue Rechtform beim FC Schalke 04: Marketing-Vorstand Alexander Jobst.

Befürwortet eine neue Rechtform beim FC Schalke 04: Marketing-Vorstand Alexander Jobst. © dpa

Bisher hatte sich der 46-Jährige eher zurückhaltend geäußert, wenn das Thema „Ausgliederung“ zur Sprache kam. Dafür sei während der Corona-Krise noch nicht der richtige Zeitpunkt gekommen. In einem Gastbeitrag für das „Handelsblatt“ wirbt Jobst nun offensiver um eine neue Rechtsform des Vereins. Ganz wichtig ist für den Hessen dabei ein intensiver Dialog mit den Mitgliedern.

Halte man auf Schalke an den traditionellen Vereinsstrukturen fest, könne man nicht mehr „realistisch den Anspruch vertreten, weiterhin wirtschaftlich und sportlich zu den Top15-Klubs in Europa oder dem besten Drittel der Bundesliga zu gehören“, glaubt Jobst. Deshalb will er sich für eine zukunftsfähige Struktur einsetzen, die „perfekt zu Schalke passt und alle Mitglieder überzeugt“.

Fremdfinanzierungen sind für den Marketing-Vorstand kein geeignetes Mittel mehr, um Schalke zu mehr Stabilität zu verhelfen. Jobst: „Es funktioniert nicht mehr, weil wir uns mehr und mehr strangulieren“.

Größtes Hindernis bei einer Veränderung der Rechtsform des eingetragenen Vereins dürfte die Schalker Satzung sein. Denn auf einer Mitgliederversammlung müssten mindestens 75 Prozent der stimmberechtigten Mitglieder ihr Okay geben. Viel Überzeugungsarbeit ist also notwendig.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt