Mit breiter Brust zum Lieblingsgegner

Schalke in Augsburg

Ein bisschen Spaß muss sein. Als Benedikt Höwedes nach Schalkes souveränem 4:0-Erfolg in Tripoli zum nächsten Bundesliga-Gegner FC Augsburg etwas sagen sollte, bemerkte der 27-Jährige mit einem Augenzwinkern: „Die Augsburger werden jetzt in der Kabine sitzen und ein Bierchen trinken. Vielleicht trinken sie ja auch zwei zu viel.“

GELSENKIRCHEN

12.12.2015, 05:32 Uhr / Lesedauer: 2 min
Bilder der Bundesliga-Partie zwischen dem FC Schalke 04 und Hannover 96.

Bilder der Bundesliga-Partie zwischen dem FC Schalke 04 und Hannover 96.

Während die Qualifikation für die Europa-League-Zwischenrunde von den Königsblauen quasi erwartet worden war, schafften die Augsburger durch ihren 3:1-Erfolg in letzter Minute in Belgrad auch noch sensationell das Weiterkommen. Somit treffen am Sonntag (15.30 Uhr) in der WWK Arena zwei Mannschaften aufeinander, die viel Selbstvertrauen getankt haben.

Vier Spiele ohne Niederlage

Die Königsblauen haben ihr zwischenzeitliches Tief mit fünf sieglosen Bundesligaspielen in Serie durch vier Pflichtspiele ohne Niederlage überwunden. Trainer André Breitenreiter stellte nach dem Sieg in Tripoli besonders heraus, „dass die Jungs die Aufgabe sehr professionell erledigt haben. Ein 0:4 macht sich auf Schalke gut.“

Sollte seine Mannschaft die letzten beiden Bundesliga-Hürden vor der Winterpause - nach Augsburg folgt noch das Heimspiel gegen Hoffenheim - auch noch erfolgreich bestreiten, hätten die Blau-Weißen eine zufriedenstellende Hinrunde gespielt.

Heldt hofft auf Losglück

Schalke kam als einzige deutsche Mannschaft ungeschlagen durch die Gruppenphase, wobei man einschränkend aber auch erwähnen sollte, dass die Gegner nicht der große Prüfstein waren. In den K.o.-Runden warten Kontrahenten ganz anderen Kalibers wie zum Beispiel der FC Valencia, FC Sevilla oder der AC Florenz. „FC Sevilla? Das muss nicht sein. Im DFB-Pokal hatten wir kein Losglück, vielleicht haben wir es jetzt,“ sagte Manager Horst Heldt.

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Doch zunächst heißt es für Schalke in Augsburg zu bestehen. Heldt erwartet „eine kampfbetonte Begegnung. In Augsburg waren es immer enge und schwere Spiele.“ Doch die Statistik macht Schalke Mut: Noch nie gab es eine Niederlage gegen den FCA. In der Bundesliga und im DFB-Pokal erreichten die Blau-Weißen insgesamt sechs Siege und drei Unentschieden. Schalke fährt also mit breiter Brust zu einem seiner Lieblingsgegner. Dabei wird Breitenreiter sein Team gewiss auf einigen Positionen verändern. Die in Tripoli geschonten Matip, Sané oder Goretzka dürften wieder erste Wahl sein.

Augsburg hängt fest

Beim FC Augsburg gab es trotz der Europa-Pokal-Sensation auch reichlich Frust. Jan-Ingwer Callsen-Bracker zog sich beim Spiel in Belgrad einen Wadenbeinbruch zu und die Mannschaft hing viel länger als geplant in Belgrad fest, weil der Rückflug nach München gestrichen werden musste. Welche Auswirkungen diese Komplikationen haben, wird man am Sonntag sehen.