Neuzugang Todibo will mit Schalke in die Champions League

Schalke 04

Jochen Schneider neigt nicht zur Euphorie. Bei der Vorstellung von Jean-Clair Todibo machte der Schalker Sportvorstand aber eine Ausnahme.

Gelsenkirchen

, 22.01.2020, 15:32 Uhr / Lesedauer: 2 min
Neuzugang Todibo will mit Schalke in die Champions League

Gilt als große Verstärkung für Schalkes Abwehr: Jean-Clair Todibo. © Heselmann

Als eines der „größten Innenverteidiger-Talente in Europa“ stattete Schneider den französischen U20-Nationalspieler mit großen Vorschusslorbeeren aus. Der vom FC Barcelona bis Ende der Saison ausgeliehene Defensivspezialist ist laut Schneider ein Spieler, „der extrem zweikampfstark und schnell ist sowie über ein gutes Aufbauspiel verfügt“. Schalke hatte den 20-Jährigen schon länger beobachtet. Dass die Ausleihe klappte, ist wesentlich Kaderplaner Michael Reschke zu verdanken. Schneider: „Wir haben wieder einmal von seinem großen Netzwerk profitiert.“


Todibo gehörte zum Rückrundenauftakt gegen Borussia Mönchengladbach bereits zum Schalker Kader und erlebte den überzeugenden 2:0-Erfolg von der Ersatzbank aus.

Am Mittwoch sprach der Schalker Neuzugang über...

... die ersten Tage bei seinem neuen Verein: Ich habe mich hier von Anfang an wohlgefühlt. Alle Spieler helfen mir bei der Integration. Die Kommunikation läuft in englischer, französischer oder spanischer Sprache. Aber ich will natürlich auch Deutsch lernen und habe die ersten Stunden Sprachunterricht schon hinter mir.



... die Spieler, die ihn vor seiner Ausleihe über Schalke informiert haben: Das waren hauptsächlich Amine Harit und beim FC Barcelona der frühere Schalker Spieler Ivan Rakitic. Sie haben mir beide von diesem Verein vorgeschwärmt. Sehr gut war auch das Gespräch mit Trainer David Wagner. Er hat mir überzeugend seine Spielidee erklärt und welche Rolle ich dabei spielen soll.

... sein familiäres Umfeld: Ich habe eine sehr sportbegeisterte Familie. Meine Brüder spielen auch in unterklassigen Mannschaften Fußball. Momentan bin ich allein nach Gelsenkirchen gekommen.

... die Einschätzung von Lothar Matthäus, der Todibo als „den besten Verteidiger“ lobte, den er „in den letzten Jahren gesehen habe“: Solch ein Lob belastet mich nicht. Das ist eher ein Ansporn, jeden Tag hart im Training zu arbeiten. Mein Ziel ist es, einer der besten Innenverteidiger der Welt zu werden. Aber bis dahin ist es noch ein weiter Weg.

... seinen aktuellen Fitnesszustand: Ich fühle mich gut und hoffe, schon beim FC Bayern München zu spielen.

... seine Ziele mit Schalke: Der Verein hat das Potenzial für die Qualifikation für die Champions League. Ob uns das gelingt, wird wesentlich davon abhängen, welche Ergebnisse wir gegen unsere unmittelbaren Konkurrenten im Kampf um die Königsklasse erzielen.

... die Bedeutung seiner Rückennummer 21: Da stehen zwei Aspekte im Vordergrund. Tatsächlich war ich sehr froh, dass die 21 frei war. Denn ich habe meiner Mutter Claire immer versprochen, dass dies eines Tages meine Nummer sein wird. Sie hat am 21. Juni Geburtstag. Deshalb ist es ein Geschenk für sie. Außerdem hat mein Lieblingsspieler Andrea Pirlo vom AC Mailand auch die Nummer 21 getragen. Seine Spielweise, seine Ruhe am Ball und sein ganzes Auftreten haben mich immer beeindruckt. Zu Beginn meiner Karriere habe ich auch im Mittelfeld gespielt.

... Trainingsduelle mit Lionel Messi beim FC Barcelona: Manche habe ich gewonnen. Aber du geht in die Zweikämpfe mit ihm mit einer gewissen Vorsicht, weil du ihn auf keinen Fall verletzen willst, denn er hat für die Mannschaft eine überragende Bedeutung. Mir hat es aber sehr geholfen, jeden Tag aufs Neue auf höchstem Niveau mit solchen Weltklasse-Spielern wie Messi zu trainieren. Mein Anspruch ist es, mich in jeder Einheit weiterzuentwickeln.

... die deutsche Fahne auf seinem Instagram-Profil: Das hängt damit zusammen, dass ich deutsche Vorfahren habe. Meine Großmutter kommt aus Deutschland.

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