Schalkes Torhüter sah beim 1:0-Sieg gegen Eintracht Frankfurt völlig zurecht die Rote Karte. Sein rüdes Foul gegen Mijat Gacinovic war komplett überzogen.

von Norbert Neubaum

Gelsenkirchen

, 15.12.2019, 21:12 Uhr / Lesedauer: 1 min

Wer selber – egal in welcher Liga – Fußball spielt oder gespielt hat, kennt das: Siege, bei denen es so manches Hindernis zu überwinden galt, man als Mannschaft alles rausgehauen hat und dann völlig „ausgepumpt“ in der Kabine sitzt, sind oft die schönsten. Den S04-Profis wird es nach dem 1:0 gegen Frankfurt nicht anders ergangen sein.

Obwohl: War die frühe Verletzung von Weston McKennie und damit der endgültige „Notstand“ in der Innenverteidigung Pech, war der zweite Nackenschlag eine selbst in den Weg gestellte Hürde.

Nicht einfach abhaken

Denn das Foul von Alexander Nübel an Mijat Gacinovic sollte auch von Schalker Seite nicht einfach so abgehakt werden – eine mehrwöchige Sperre seitens der Sportgerichtsbarkeit ist dem Schalker Torhüter ohnehin gewiss. Aber die sportliche Leitung der Königsblauen muss Nübel – so sehr sie ihn auch umschmeichelt, um ihn zu einer Vertragsverlängerung zu bewegen – darauf hinweisen, dass er nicht überdrehen darf.

Es geht hier nicht um Nübels grundsätzliche große Qualitäten als Torhüter, die hat er schon unter Beweis gestellt. Aber Nübel ist auch schon auffällig geworden durch grobe Schnitzer und einige Fahrlässigkeiten mit dem Ball am Fuß. Vielleicht würde er Manuel Neuer eines Tages ja gern bei den Bayern „beerben“ – aber noch ist Nübel kein Neuer, und das verlangt auch niemand von ihm.

Fähigkeiten besser einschätzen

Er selbst sollte sich auch noch nicht in dieser Kategorie sehen, sondern seine Fähigkeiten besser einzuschätzen lernen. Gegen Frankfurts Gacinovic hat er jedenfalls deutlich überzogen. Absicht sollte ihm in dieser Szene allerdings nicht unterstellt werden.

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