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Schalke 04 am Ende der Saison 2018/19: Zwischen neuen Strukturen und „alten Geistern“

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Sportvorstand, Technischer Direktor, Sportdirektor: Der Verein stellt sich breiter auf, eine Erfolgsgarantie ist das nicht. Also ist der Blick der Fans in den „Rückspiegel“ nachzuvollziehen.

von Norbert Neubaum

Gelsenkirchen

, 19.05.2019 / Lesedauer: 2 min

Fußball-Puristen haben es auf Schalke nicht leicht in diesen Tagen. Wer angesichts des Direktoren-Dickichts mit Kaderplaner, Sportdirektor, Technischem Direktor, Sportvorstand etc. darauf hinweist, ein Rudi Assauer habe keinen Kaderplaner gebraucht und „nebenbei“ mit seinen Vorstandskollegen noch ein neues Stadion gebaut, erntet nur ein fast schon mitleidiges Lächeln. Die Zeiten, heißt es, hätten sich halt geändert.

Ein Brei, viele Köche

Das sagen mit Clemens Tönnies, Huub Stevens und Finanzvorstand Peter Peters drei Persönlichkeiten, die es wissen müssen. Überzeugend erklären, was denn am Aufbau einer guten Mannschaft so komplex geworden ist, dass nun mehrere Köche in dem Brei herumrühren müssen, kann niemand so recht.

Dennoch ist es natürlich zu respektieren, dass sich Schalke auf der sportlichen Führungs-Ebene breiter aufstellen will. Das sollte der Verein allerdings aus voller Überzeugung tun und nicht nur, weil es gerade modern ist, sich ein schickes Organigramm mit hoffentlich noch überschaubaren Hierarchien und Zuständigkeiten zu verpassen.

Dass alleine die Verpflichtung eines Kaderplaners keinen Erfolg garantiert, erlebt gerade der VfB Stuttgart. Dort hatte Michael Reschke, Schalkes neuer Technischer Direktor, nicht das glückliche Händchen, das ihn in Leverkusen und München in den Rang eines „Wunderknaben“ erhob.

Am Samstag feierten die Fans erneut „alte Helden“ wie Huub Stevens, Mike Büskens und Gerald Asamoah, vor zwei Wochen wurde Rudi Assauer mit einer tollen Choreografie gedacht. Es gibt Schalker Würdenträger, auch hochrangige, die damit fremdeln und diesen Blick in den Rückspiegel als eher kontraproduktiv betrachten.

Stevens und Co. haben geliefert

Doch nur von neuen Strukturen werden sich die „alten Geister“ nicht vertreiben lassen. Denn sie haben bereits geliefert. Den Beweis, ebenfalls erfolgreich sein zu können, müssen Schalkes neue Direktoren erst noch erbringen.

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