Schalke 04 arbeitet intensiv an einem Konzept für eine Ausgliederung

Schalke 04

Der Schalker Vorstand arbeitet intensiv an einem Konzept für eine Ausgliederung. Das bestätigten die beiden Vorstände Alexander Jobst und Jochen Schneider in einem Kicker-Interview.

Gelsenkirchen

, 11.10.2020, 15:13 Uhr / Lesedauer: 1 min
Arbeiten an der Ausgliederung: Jochen Schneider (oben 2.v.l.) und Alexander Jobst (r.).

Arbeiten an der Ausgliederung: Jochen Schneider (oben 2.v.l.) und Alexander Jobst (r.). © dpa

Ein „klassisches Ausgliederungsmodell wie etwa beim FC Bayern“ komme allerdings nicht infrage, „weil es einfach nicht zu Schalke 04 passt“, betonte Marketing-Vorstand Jobst und führte weiter aus: „Wir arbeiten derzeit an einem Konzept, um dem FC Schalke 04 eine Struktur zu geben, die zum einen zu 104 Prozent zu unserem Verein passt, es uns zum anderen aber ermöglicht, langfristig wieder höhere Ziele in Angriff zu nehmen“.

Der FC Schalke 04 befinde sich derzeit an einer „Gabelung, an der es zwei Wege für uns gibt: Entweder wir verabschieden uns von unseren langfristigen sportlichen Zielen - dann können wir weitermachen wie bisher. Oder aber wir wollen auch in Zukunft ein ambitionierter Verein sein, dann müssen wir uns mit einer Strukturveränderung beschäftigen“, so Jobst.

Fans und Mitglieder mit einbeziehen

Bei der Ausgliederung wolle sich der Revierklub allerdings Zeit lassen, die Strukturveränderung soll „nicht holterdiepolter“ durchgeführt werden. „Wir wissen, dass das die entscheidende Frage für die Zukunft unseres Vereins ist. Deshalb werden wir ein Konzept vorstellen, das sich den Werten und Traditionen dieses Vereins verpflichtet fühlt und das überzeugungs- und begeisterungsfähig ist“, betonte Schneider.

Sobald das Konzept steht, sollen die Fans und Mitglieder einbezogen werden. Der Einschätzung von Jobst nach „ist eine Mehrzahl der Mitglieder bereit, darüber zu diskutieren. Die Corona-Pandemie hat diese Bereitschaft nach meinem Gefühl zusätzlich erhöht“. Vielen Fans sei „deutlich geworden, dass eine Veränderung unumgänglich ist“.

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