Schalke-Trainer David Wagner auf der Suche nach Lösungen

Schalke 04

Am späten Nachmittag twitterte der FC Schalke 04 am Montag eine Nachricht, auf die viele Fans mit Erleichterung reagierten. Es ging um die Schwere der Verletzung von Ozan Kabak.

Gelsenkirchen

, 10.02.2020, 18:26 Uhr / Lesedauer: 2 min
Schalke-Trainer David Wagner auf der Suche nach Lösungen

Muss eine knifflige Schalker Personallage lösen: Trainer David Wagner. © dpa

Der im Heimspiel gegen den SC Paderborn bereits in der ersten Halbzeit ausgewechselte Ozan Kabak hat sich nicht so schwer verletzt, wie von manchen Personen bereits befürchtet worden war. Die MRT-Untersuchung ergab „nur“ eine Zerrung im rechten Oberschenkel. Wann der 19-Jährige wieder mittrainieren kann, wird sich im Laufe der Woche entscheiden. Mit etwas Glück ist es nicht ausgeschlossen, dass der Defensivspezialist womöglich schon im nächsten Bundesligaspiel Schalke wieder zur Verfügung steht, zumal die Partie in Mainz erst am Sonntag (18 Uhr) stattfindet.


Für Kabak ist die Zwangspause dennoch sehr ärgerlich, denn der türkische Nationalspieler hatte sich in den letzten Wochen und Monaten zum absoluten Schalker Leistungsträger entwickelt. „Mit seinen erst 19 Jahren spielt Ozan schon sehr abgebrüht“, hatte ihn sein Trainer David Wagner über den grünen Klee gelobt.


Wettlauf mit der Zeit



Zurecht. Der Defensivspezialist kombinierte ein kompromissloses Zweikampfverhalten mit guter Übersicht und großer Dynamik. Hinzu kam seine Kopfballstärke und Torgefährlichkeit bei Standardsituationen.

Doch zunächst standen die ersten Wochen bei den Königsblauen für Kabak unter keinem guten Stern. Eine Fußverletzung setzte ihn über weite Teile der Vorbereitung außer Gefecht, er verpasste deswegen auch die ersten beiden Spieltage. Am dritten Spieltag stand er das erste Mal für seinen neuen Klub im Kader, aber nach starkem Saisonstart hatte David Wagner keinen Grund, seine Defensivformation zu verändern.


Die Verletzung von Benjamin Stambouli bedeutete dann die Chance für Kabak, der die Möglichkeit entschlossen nutzte. Am zehnten Spieltag stand er das erste Mal im königsblauen Trikot in der Startelf. Schalke gewann in Augsburg mit 3:2, Kabak erzielte nach einer Freistoßflanke von Daniel Caligiuri den zwischenzeitlichen Ausgleich zum 2:2.


Kehrt Kenny zurück?



Seitdem ist der Innenverteidiger auf Schalke gesetzt. „Ozan hat Präsenz und eine sehr gute Ruhe am Ball“, lobte Wagner. Deshalb wäre der Schalker Trainer sicherlich froh und glücklich, wenn er am Sonntag nicht seine Abwehr schon wieder umbauen müsste, zumal es in diesem Mannschaftsteil schon genug Probleme gibt.



Vor allem hofft Wagner, dass Jonjoe Kenny nach seinem Bänderriss wieder mitwirken kann. Durch den langfristigen Ausfall von Daniel Caligiuri sind die Alternativen auf der rechten Abwehrseite nicht gerade üppig. Startelf-Debütant Timo Becker machte seine Sache gegen Paderborn zwar ordentlich, sah allerdings beim Gegentor der Gäste nicht gut aus und musste wenig später wegen Krämpfen ausgewechselt werden. An das Tempo in der Bundesliga muss sich der 22-Jährige wohl erst noch gewöhnen.


Serdar fehlt Schalke enorm



Weston McKennie könnte zwar ebenfalls auf der rechten Abwehrseite aushelfen, aber der US-Boy ist nach Sprunggelenksproblemen erst auf dem Weg zurück zu gewohnter Leistungsstärke. Das Abschlusstraining als Gesundheitstest vor dem Paderborn-Spiel am Freitag hatte McKennie jedoch problemlos überstanden im Gegensatz zu Suat Serdar, der am Spieltag wieder über Probleme geklagt hatte.

Das Fehlen des Mittelfeldspielers machte sich für die Königsblauen in den vergangenen Partien besonders negativ bemerkbar, weil ohne Serdar dem Schalker Spiel die Ideen fehlten.

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