Schalke-Trainer David Wagner ist im Kampfmodus

Schalke 04

Von wegen Weihnachtsstimmung: Vor dem Heimspiel gegen den SC Freiburg (Sa. 15.30 Uhr/Sky) präsentierte sich Schalke-Trainer David Wagner im Kampfmodus und appellierte an die eigenen Fans.

Gelsenkirchen

, 20.12.2019, 17:37 Uhr / Lesedauer: 2 min
Schalke-Trainer David Wagner ist im Kampfmodus

Will mit seiner Mannschaft das letzte Hinrundenspiel gegen Freiburg unbedingt gewinnen: Schalke-Trainer David Wagner. © dpa

Seine Weihnachtsbotschaft hörte sich sinngemäß so an: Seine Mannschaft wolle dieses Spiel trotz der Personalnöte unbedingt gewinnen. Sollte das gelingen, wäre die bisherige Vorrunde eine besondere. Damit das klappt sei die Unterstützung von den Rängen nötiger denn je. Wagner: „Die Energie, die den Jungs jetzt ein bisschen abgeht, muss von den Tribünen kommen“.


Aufgrund des hohen Stellenwerts des Freiburg-Spiels lehnte es der Schalker Trainer deshalb energisch ab, schon vorher eine Zwischenbilanz zu ziehen. Für ihn sind momentan nur die 90 Minuten gegen die Breisgauer wichtig.


Carls für Miranda?


Dabei stellt sich die Schalker Mannschaft fast von allein auf, denn aufgrund von Verletzungen und Sperren muss Wagner auf sieben Stammkräfte (Alexander Nübel, Matija Nastasic, Mark Uth, Salif Sané, Alessandro Schöpf, Weston McKennie und Benjamin Stambouli) verzichten. Womöglich werden es sogar acht, weil noch offen ist, ob Ahmed Kutucu (Fußprellung) wieder zum Kader gehören kann.



Deshalb sind im Vergleich zum Wolfsburg-Spiel keine großen Veränderungen zu erwarten. In der Abwehr brachte Wagner den jungen Jonas Carls für Juan Miranda ins Spiel, weil der Spanier nach seiner Verletzung innerhalb von vier Tagen gleich zweimal fast über die gesamte Spielzeit zum Einsatz kam. Wagner: „Jonas hat gut trainiert und regelmäßig in unserer zweiten Mannschaft gespielt. Er kennt die Abläufe. Ich hätte null Komma null Bedenken, ihn zu bringen.“

Freiburg ist „harte Kost“


Der Tabellensechste aus Freiburg ist für Wagner „harte Kost“, was der Sportclub zuletzt gegen Rekordmeister FC Bayern eindrucksvoll bewies, auch wenn am Ende eine 1:3-Niederlage stand.


„Freiburg spielt eine super Saison, die machen das außergewöhnlich toll. Man sieht schon beim Anstoß, dass sie eine Idee haben“, lobte Wagner den Gegner in den höchsten Tönen und schickte noch eine Liebeserklärung hinterher: „Ich mag den SC Freiburg“.


Streich bläst zur Attacke


Dessen Trainer Christian Streich gab sich ungewohnt angriffslustig. Von Zufriedenheit über den aktuellen sechsten Tabellenplatz war beim 54-Jährigen nichts zu spüren, sondern er bläst zur Attacke. „Wir wollen mehr als die bisherigen 25 Punkte. Uns reicht das nicht“, so Streich.


Nach zwei Nackenschlägen innerhalb von fünf Tagen nimmt der SC-Coach seine Profis in die Pflicht: „Ich hab keinen Bock Richtung Weihnachten zu gehen und auf Schalke zu verlieren. Deshalb heißt’s für uns ein Spiel wettzumachen. Das Positive mitnehmen und dann alles tun gegen Schalke, dass wir uns den Punkt wenigstens zurückholen, den wir gegen Bayern liegen gelassen haben.“

Auch Streich ist also wie Wagner im Kampfmodus. Von wegen Weihnachtsstimmung.

Schlagworte: