Schalke und der blau-weiße Beton

Schalke 04

Schalke 04 hat mit aktuell 22 Punkten neun Zähler mehr als in der Vorsaison nach dem zwölften Spieltag auf dem Konto.

Gelsenkirchen

, 25.11.2019, 17:41 Uhr / Lesedauer: 2 min
Schalke und der blau-weiße Beton

Starke Schalker Innenverteidigung: Matija Nastasic (M.) und Ozan Kabak (r.). © dpa

Keine andere Bundesligamannschaft hat sich im Vergleich zur Vorsaison so stark verbessert wie die Königsblauen. Ein Erfolgsgeheimnis ist die defensive Stabilität. Der „blaue Beton“ hat erst 15 Gegentore in zwölf Partien zugelassen und gehört damit zu den Spitzenteams in der Bundesliga. Zwar gab es in bisher zwei Partien drei Gegentore (0:3 gegen den FC Bayern München und 3:3 gegen Fortuna Düsseldorf). Aber dies waren die negativen Ausnahmen.



Die positive Zwischenbilanz ist umso bemerkenswerter, weil mit Salif Sané und Benjamin Stambouli zwei Stammkräfte in der Innenverteidigung längerfristig ausfallen. Hinzu kam auch noch die Achillessehnenreizung von Matija Nastasic, der ebenfalls mehrere Wochen nicht zur Verfügung stand. Kein Wunder, dass Schalke-Trainer David Wagner sehr glücklich darüber war, dass der serbische Nationalspieler in Bremen ein ordentliches Comeback feierte.


Sonderlob für Matija Nastasic



Ganz entgegen seinem Naturell sah sich Wagner dazu veranlasst, Nastasic mit einem Sonderlob herauszuheben. „Ich bin eigentlich kein Fan davon, einen herauszuheben, wenn die Mannschaft gut spielt oder wenn sie gewinnt. Aber was Matija in Bremen gespielt hat, war Spitzenklasse.“



Dem 48-Jährigen imponierte, wie unaufgeregt Nastasic seine Arbeit auf dem Platz erledigte. „Das war defensiv fehlerfrei. Dazu ganz klar im Spielaufbau, einfach bemerkenswert“, so der Schalker Trainer, der nicht vergaß zu erwähnen, dass Nastasic mit seinem Partner in der Innenverteidiger, Ozan Kabak, bisher noch sehr wenig zusammengespielt hat. Wagner: „Sie haben gemeinsam in einem schwierigen Stadion gegen einen guten Gegner sehr stabil agiert“, lobte der Schalker Coach.



Kabak wird immer stärker


Kabak ist ein weiterer Garant für konsequente Defensivarbeit. Mit jedem neuen Pflichtspiel scheint der Stuttgarter Neuzugang stärker zu werden. Auch sein Selbstvertrauen wird immer größer. Bei seinem Schalker Startelfdebüt beim Pokalspiel in Bielefeld hatte der türkische Nationalspieler noch Probleme beim Spielaufbau. Doch nun in Bremen sah das schon viel besser aus.

Kabak hat mittlerweile so viel Mut gewonnen, dass er sich auch in das Schalker Angriffsspiel einschaltet. Mit seiner Kopfballstärke bei Standardsituationen ist Kabak auch in der Offensive eine Waffe. Gegen Augsburg und Düsseldorf trug er sich bereits in die Torschützenliste ein.



Auf den Außenbahnen tragen Jonjoe Kenny (rechts) und Routinier Bastian Oczipka (links) zum guten Gesamteindruck der Schalker Abwehr bei. Kenny hat sich als starker Neuzugang präsentiert, der sofort in der Bundesliga Fuß gefasst hat. „Für meine persönliche Entwicklung ist es eine riesige Chance gewesen, hierher zu kommen. Auch abseits des Platzes lerne ich sehr viel über mich selbst und wachse auch als Mensch,“ sagte der Brite kürzlich. Schalke wird alles versuchen, um die Leihe mit dem Rechtsverteidiger zu verlängern oder ihn fest zu verpflichten.

Bei Oczipka weiß Schalke, was es an ihm hat. Spielt der Linksverteidiger weiterhin so solide, darf er sich Hoffnungen auf eine Vertragsverlängerung machen. Bei aller Freude über die positive Entwicklung mahnt Lizenzspielkoordinator Sascha Riether, mit beiden Füßen auf dem Boden zu bleiben: „Wir wissen, wo wir herkommen“.