Schalke-Vorstand Schneider legt Streit mit Düsseldorfs Röttgermann bei

Schalke 04

Der Streit auf Vorstandsebene zwischen Schalke 04 und Fortuna Düsseldorf ist beendet. Beide Vereine wollen sich zur Sache nicht mehr äußern.

Gelsenkirchen

, 16.09.2019, 17:19 Uhr / Lesedauer: 2 min
Schalke-Vorstand Schneider legt Streit mit Düsseldorfs Röttgermann bei

Kann wieder lachen: Jochen Schneider hat den Streit mit Thomas Röttgermann beendet. © dpa

Jochen Schneider arbeitet zwar schon seit vielen Jahren in der Fußball-Bundesliga. Doch als „Lautsprecher“ ist der 49-Jährige bisher nie aufgefallen. Das entspricht nicht seinem Naturell. Es muss schon viel passieren, bis Schneider aus der Haut fährt.


Am Sonntagabend in der Paderborner Benteler-Arena war solch ein seltener Moment gekommen. Als der Schalker Sportvorstand auf Thomas Röttgermann, den Vorstandsvorsitzenden von Fortuna Düsseldorf angesprochen wurde, platzte Schneider der Kragen.


Debatte um Ablösesumme von Raman

Der 58-Jährige hatte im Zuge des Transfers von Stürmer Benito Raman zu den Königsblauen in einem Interview mit dem „kicker“ davon gesprochen, dass die Transfergrößenordnung „nördlich von 13 Millionen Euro“ liegt. Was schon deshalb sehr ungewöhnlich ist, weil in der Branche öffentlich über Zahlen nie gesprochen wird. Das gilt auch ungeschriebenes Gesetz.



Dementsprechend sauer war Jochen Schneider. „Ich war extrem irritiert, als ich das gelesen habe. Ich habe großen Respekt vor Fortuna Düsseldorf, aber was sich Herr Röttgermann erlaubt hat, ist ohne Worte. Wie man sich so über eine Vertraulichkeitsklausel hinwegsetzen kann, irritiert mich und den ganzen FC Schalke 04 total.“


Klärendes Telefongespräch


Schneider unterstellte Röttgermann sogar, gelogen zu haben. „Er sagt die Unwahrheit, denn er suggeriert Zahlen, die nicht da sind. Das gehört sich aber nicht als ordentlicher Kaufmann und ist unkollegial,“ so das Schalker Vorstandsmitglied.



Röttgermann äußerte den Verdacht, dass er aus dem Amt gedrängt werden soll. „Es wird durch Instrumentalisierung ein Bild gezeichnet, das so nicht stimmt. Da ist jemand an Informationen gekommen und hat offensichtlich gedacht: Das reicht, um die oder die handelnde Person nachhaltig zu beschädigen,“ so der Vorstandsvorsitzende der Düsseldorfer.


Ab sofort herrscht Schweigen


Am Montag wurde der Streit zwischen beiden Vereinsvertretern dann beigelegt. In einem Telefonat beendeten Röttgermann und Schneider ihre Unstimmigkeiten im Zusammenhang mit Transfer von Benito Raman zum FC Schalke 04 bei. Das teilten die Düsseldorfer in einer Pressemitteilung mit, was der FC Schalke 04 bestätigte.



„Röttgermann und Schneider klärten in dem persönlichen Gespräch sämtliche Unstimmigkeiten, auch hinsichtlich öffentlicher Äußerungen, auf und betonten das gute und freundschaftliche Verhältnis zwischen Fortuna Düsseldorf und dem FC Schalke 04“, hieß es in der Fortuna-Mitteilung.



Beide Clubs wollen sich von nun an nicht mehr zu der Causa äußern. Staub aufgewirbelt wurde genug.

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