Das Derby nahm den erwarteten Verlauf: Schalke verlor in Dortmund mit 0:3 (0:0) und ist nun seit 21 Bundesligaspielen in Folge ohne Sieg. Das Abwehr-Bollwerk hielt nur 55 Minuten.

Gelsenkirchen

, 24.10.2020, 20:25 Uhr / Lesedauer: 2 min

Dann sorgten die Tore von Akanji (55.), Haarland (61.) und Hummels (78.) für klare Verhältnisse. Die Königsblauen haben nach fünf Partien in der Bundesliga erst einen Punkt auf dem Konto.

Frederik Rönnow: In seinem ersten Derby zeigte der Schlussmann eine starke Leistung. Eine starke Parade zeigte er in der 16. Minute, als er einen Schuss von Meunier entschärfte. In der 31. Minute hatte Rönnow Glück, als ein Distanzschuss von Dahoud an die Latte strich. Note: 3,0

Malick Thiaw: Seine Premiere in der Startelf im Derby war die große Überraschung. Der 19-Jährige hatte bisher erst vier Joker-Einsätze in der Bundesliga gehabt. Machte seine Sache ordentlich und zeigte in manchen Zweikämpfen auch eine gesunde Härte. Note: 4,0

Salif Sané: Der Abwehrchef knüpfte an seine starke Leistung aus dem Spiel gegen Union Berlin an. Rettete einige Male in brenzligen Situationen. Hatte in der 54. Minute Glück, dass ihm nach einem Freistoß von Sancho per Kopf ein Eigentor erspart blieb. Note: 3,0

Matija Nastasic: Schmiss sich in jeden Zweikampf und kämpfte leidenschaftlich. Ab und zu war das Dortmunder Kombinationsspiel für ihn zu schnell, aber mit Glück und Spucke wurde so manche gefährliche Situation entschärft. Im ersten Durchgang gewann er 100 Prozent seiner Zweikämpfe. Beim 0:3 kam Nastasic zu spät gegen Hummels. Note: 3,5

Kilian Ludewig: Weil sich Schalke-Trainer Manuel Baum für eine Dreierkette entschieden hatte, spielte der 20-Jährige etwas vorgezogen. Sehr aufmerksam in den Zweikämpfen und mit einem großen Laufpensum konnte Ludewig durchaus überzeugen. Note: 3,5

Amine Hart: Erstmals wieder in der Startelf nach seiner Corona-Zwangspause musste der offensive Mittelfeldspieler mehr Defensivarbeit verrichten, als ihm lieb war. Konnte nicht für Entlastung sorgen, weil ihm zu viele leichte Fehler passierten. Note: 5,0

Omar Mascarell: Der Kapitän sah schon nach 13 Minuten die Gelbe Karte, als er im Zweikampf gegen Dahoud viel zu spät kam. Nach 39 Minuten leistete sich Mascarell ein Foul an Reyna, was für wütende Dortmunder Proteste und eine kleine Rudelbildung sorgte. Sinnbildlich für Schalkes Offensivschwäche in der ersten Halbzeit war ein Freistoß des Spaniers, der im Seitenaus landete. Note: 4,5

Nabil Bentaleb: Der Mittelfekdspieler steckt weiter im Formtief. Kampf und Einsatz war ihm nicht abzusprechen, doch er leistete sich viel zu viele Fehlpässe. Deshalb war seine Auswechslung nach 57 Minuten nachvollziehbar. Note: 5,0

Bastian Oczipka: Brachte die richtige Derby-Einstellung mit und kämpfte um jeden Ball. Nach dem Seitenwechsel ging ihm etwas die Puste aus. Seine Versuche, sich in die Offensive einzuschalten, blieben erfolglos. Note: 4,5

Gonzalo Paciencia: In der 25. Minute brachte der Stürmer das BVB-Tor das einzige Mal in Gefahr, doch sein Schuss wurde von Hummels abgefälscht. Nach 56 Minuten wurde der Portugiese ausgewechselt. Note: 4,5

Rabbi Matondo: In der ersten Halbzeit tauchte er einmal frei vor dem Dortmunder Tor auf, doch stand der junge Stürmer im Abseits. Ansonsten konnte er dem Schalker Spiel in der Offensive kaum Impulse geben. Nach 71 Minuten wurde Matondo ausgewechselt. Note: 5,0

Ahmed Kutucu (56. für Piacensia): Es waren die ersten Bundesligaminuten für den Stürmer in dieser Saison. Zuletzt hatte er noch in Schalkes Regionalligamannschaft unter der Woche gespielt. Unmittelbar nach dem 0:1 konnte Kutucu dem Schalker Spiel keine neuen Impulse geben. Note: 5,0

Can Bozdogan (56. für Bentaleb): Das Talent spielte sehr unauffällig und war nicht in der Lage, den Dortmunder Angriffswirbel zu bremsen. Note: 5,0

Benito Raman (71. für Matondo): Als der Spanier eingewechselt wurde, war das Derby praktisch gelaufen. Dortmund bekam immer mehr Oberwasser, so dass Raman im Angriff praktisch in der Luft hing.


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