Schalker Titeltraum ist geplatzt - gefeiert wird trotzdem

0:2 gegen Bremen

GELSENKIRCHEN Am Ende präsentierten sich wenigstens die Fans meisterlich. Trotz des wieder einmal zerstörten Titeltraums feierten die Anhänger des FC Schalke 04 ihre Mannschaft nach dem 0:2 (0:0) gegen Werder Bremen mit Gesängen noch lange nach dem Schlusspfiff in der Veltins-Arena.

Gelsenkirchen (dpa)

von dpa

, 01.05.2010, 20:16 Uhr / Lesedauer: 2 min

Gleichwohl ärgerte Magath sich mächtig über Schiedsrichter Knut Kircher (Rottenburg). "Ich glaube nicht, dass das Ergebnis so gewesen wäre, wenn wir den Elfmeter bekommen hätten", sagte der Schalker Coach zu einem Foul von Per Mertesacker an Benedikt Höwedes (41.) beim Stand von 0:0. "Ich weiß nicht, ob das die Mannschaft durcheinandergebracht hat." Dennoch gratulierte Magath seinem Ex-Club München zum Titel. "Wer am Ende vorne steht, hat es auch verdient Meister zu werden." Ausgerechnet der ehemalige Schalker Mesut Özil leitete am vorletzten Spieltag die bittere Pleite ein, die den "Knappen" die letzte kleine Hoffnung auf den ersten Titel seit 52 Jahren noch vor dem Saisonfinale in Mainz raubte. "Ich bin erleichtert, dass ich heute ein Tor und ein gutes Spiel gemacht habe. Die Mannschaft hat mir das Leben einfacher gemacht", sagte der 21 Jahre alte Nationalspieler, der in der 55. Minute mit einem tollen Solo und einem satten Schuss ins lange Eck die Schalker Niederlage einleitete. Zudem bereite Özil vor den Augen von Bundestrainer Joachim Löw auch den zweiten Treffer von Hugo Almeida (64.) vor, der den Bremern den ersten Sieg in Gelsenkirchen seit mehr als acht Jahren sicherte.

Werder hat nun zudem beste Aussichten, den dritten Platz zu verteidigen und die Champions-League-Qualifikation zu erreichen. "Wir haben die Situation selbst in der Hand und können entscheiden, wer am Ende Dritter wird", sagte Trainer Thomas Schaaf, dessen Elf sich auch ohne Marko Marin und Aaron Hunt cleverer und routinierter zeigte.Die Magath-Elf war nur in der ersten Hälfte überlegen, konnte aber die wenigen Chancen nicht nutzen. Kevin Kuranyi hatte mit zwei Kopfbällen (22. an die Latte/40.) noch die besten Schalker Möglichkeiten. Am Ende stand auch der Angreifer, der den Revierclub vermutlich zum Saisonende verlassen wird, genauso fassungslos auf dem Rasen wie seine Teamkollegen. "Wir sind natürlich traurig, dass wir verloren haben. Aber andererseits haben wir eine tolle Saison gespielt. Wir müssen alle dem Trainer dankbar sein. Er hat in einem Jahr viel gemacht", sagte Kuranyi nach seinem womöglich letzten Heimspiel auf Schalke. 

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