Beim 5:1-Sieg in Paderborn ließ das Team von David Wagner Qualitäten erkennen, die in der vergangenen Saison schmerzlich vermisst wurden. Das lässt hoffen, meint unser Kommentator.

Gelsenkirchen

, 16.09.2019, 09:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Rückstand gleich Niederlage – auf diese Formel, ausgerechnet beim Derby in Dortmund außer Kraft gesetzt, war beim FC Schalke 04 in der vergangenen Saison Verlass.

Lagen die Königsblauen zurück, ging meistens nichts mehr – manchmal fiel die Mannschaft dann sogar wie ein Kartenhaus zusammen, was ihr nicht nur bei Boulevard-Medien den unschmeichelhaften Ruf des „Trümmerhaufens“ einbrachte.

Jetzt lesen

Der „Trümmerhaufen“ kann nun möglicherweise in der Ablage der Vereins-Chronik verschwinden.

Für ein verlässliches Urteil ist es noch zu früh

Denn in der kleinen und engen Paderborner Benteler-Arena, wo ein Spiel für die Gast-Mannschaft schnell eine ganz unerfreuliche Entwicklung nehmen kann, zeigte Schalke endlich eine neue Qualität: Den frühen Rückstand steckte die Mannschaft von Trainer David Wagner scheinbar unbeeindruckt weg, zog ihr Ding durch und setzte sich am Ende dank des zweifellos größeren spielerischen Vermögens durch.

Es ist nach vier Spieltagen noch viel zu früh, erste verlässliche Urteile zu fällen. Aber behält Schalke diese Qualität, die in den Köpfen beginnt, bei, ist die Hoffnung realistisch, dass auf Schalke in dieser Saison auch die Füße das Richtige tun.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt