Schalke verliert auch gegen Bremen. Kaum ein Spieler bringt die Leistung, die er in der Lage zu bringen sein sollte. Ozan Kabak verschuldet Elfmeter und sieht später die Gelb-Rote Karte.

Gelsenkirchen

, 26.09.2020, 20:58 Uhr / Lesedauer: 3 min

Zweites Saisonspiel, die zweite Niederlage: Nach dem 0:8 bei den Bayern gab es für Schalke am Samstagabend eine 1:3 (0:2)-Niederlage im Geisterspiel gegen Werder Bremen. Werder hat damit die letzten fünf Spiele in der Veltins-Arena gewonnen (viermal Bundesliga, einmal DFB-Pokal). Für Schalke war es saisonübergreifend das 18. Bundesliga-Spiel in Folge ohne Sieg.




Ralf Fährmann: Zwei Bälle bekam Schalkes Torhüter in Hälfe eins auf sein Tor, beide waren drin. Beim ersten Gegentor war Fährmann völlig schuldlos, beim zweiten zögerte er vielleicht ein wenig zu sehr beim Herauslaufen - aber in der Verlosung waren da andere Schalker Spieler. Ansonsten im ersten Durchgang mit dem Verarbeiten von Rückpässen beschäftigt. Das dritte Gegentor war ein Elfmeter. Verhinderte in der 78. Minute das 0:4. -Note: 4,0

Goncalo Paciencia war erst in der zweiten Halbzeit auffälliger.

Goncalo Paciencia war erst in der zweiten Halbzeit auffälliger. © picture alliance/dpa




Sebastian Rudy:
Kam wieder auf der für ihn ungewohnten Rechtsverteidiger-Position zum Einsatz. Auch auf der ist es nicht untersagt, fußballerische Klasse zu demonstrieren, die Rudy ja hat. Aber der Nationalspieler zeigte die auch gegen Bremen viel zu selten. Mal ein geglückter Pass, dann wieder ein unverständlicher Fehlpass. Im Defensivverhalten kein „Beißer“ - aber der wird er auch nicht mehr werden. Taute wie die gesamte Mannschaft nach dem Seitenwechsel kurz auf, um dann wieder abzutauchen. -Note 4,5


Ozan Kabak: Von allen Schalker Verteidigern zunächst noch der am wenigsten wackelige. Obwohl auch Kabak längst nicht die Leistung anbietet, die er auf Schalke ja auch schon gezeigt und die ihn ja angeblich auf die Wunschzettel diverser europäischer Spitzenklubs katapultiert hat. Verschuldete dann den Elfmeter zum 0:3, das Schalke jede Hoffnung raubte. Wegen einer angeblichen Spuck-Attacke steht Kabak außerdem in der Kritik. Sah in der 85. Minute Gelb-Rot. -Note 5,0

Benjamin Stambouli: Spielte trotz seiner schlechten Leistung in München wieder auf der linken Innenverteidiger-Position, während Matija Nastasic nur auf der Bank saß. Stambouli brauchte einige Minuten, um ins Spiel zu finden, löste sich dann etwas aus der eigenen Verunsicherung, sah beim 0:2 allerdings auch nicht gut aus. - Note 5,0

Bastian Oczipka: Auf der linken defensiven Außenbahn mit den gewohnten Eigenschaften: Die ganz großen Patzer unterliefen ihm zwar nicht, der schnellste Sprinter wird er nicht mehr werden und im Offensivverhalten ist ihm genau wie der gesamten Schalker Mannschaft das Selbstvertrauen völlig abhanden gekommen. Steigerte sich auch im zweiten Durchgang kaum. -Note 5,0


Omar Mascarell: Bei seinem Comeback in der Schalker Startelf war der Spanier von Beginn an bemüht, dem Spiel seiner Mannschaft im defensiven Mittelfeld wieder Ruhe und Stabilität zu verleihen. Das gelang nur teilweise, was aber nicht unbedingt am Kapitän lag. Prinzipiell zeigte Mascarell aber, dass er bei vollständiger Fitness in die Mannschaft gehört. -Note 3,5

Nassim Boujellab: Trainer David Wagner schenkte ihm das Vertrauen für die Schalker Startformation, das Boujellab teilweise sogar rechtfertigte. Im Schalker Mittelfeld war er zwar nicht unbedingt ein Protagonist, sein Bemühen um einen geordneten Spielaufbau war ihm aber hin und wieder anzumerken. In der 55. Minute vergab er eine Großchance zum 1:2. -Note 4,0

Nabil Bentaleb: Durfte im offensiven Mittelfeld ran, was ja angeblich seine Lieblingsposition ist. Aber um das zu bestätigen muss sich auch Bentaleb gewaltig steigern. Im ersten Durchgang zwar mit einigen halbwegs geglückten Aktionen, aber auch mit Ballverlusten, Fehlpässen und schlechtem Zweikampfverhalten. Nach dem Seitenwechsel gehörte er zu den Schalkern, die versuchten, noch einmal Dampf zu machen - aber nach dem 0:3 hatte sich auch das erledigt.

-Note 5,0

Mark Uth: Sollte wohl so eine Art hängende Spitze spielen - eine Rolle, die er im ersten Durchgang recht unauffällig interpretierte. In der zweiten Halbzeit gehörte Uth zu den Schalker Protagonisten, die tatsächlich Hoffnung auf das eine oder andere Törchen machten. In dieser Phase zeigte Uth mit Abstrichen die Klasse, mit der den 1. FC Köln zum Klassenerhalt schoss. Insgesamt war das dann aber ebenfalls vergeblich, auch wenn er noch zum 1:3 traf. -Note 3,5



Benito Raman: War gemeinsam mit Paciencia im Prinzip die zweite Schalker Spitze und war nach drei Minuten mit einem Schuss, den Werder-Keeper Pavlenka mühelos hielt, so etwas wie der erste Schalker Hoffnungsträger des Spiels. Danach tauchte er mehr und mehr ab, zur Halbzeit ausgewechselt. -Note: 5,0

Schalkes Torwart Ralf Fährmann verhinderte mit einigen guten Paraden eine noch höhere Niederlage.

Schalkes Torwart Ralf Fährmann verhinderte mit einigen guten Paraden eine noch höhere Niederlage. © picture alliance/dpa

Goncalo Paciencia: Fiel in der ersten Halbzeit vor allem durch Lamentieren über Schiedsrichter-Entscheidungen auf, bis er mit einem Kopfball in der 43. Minute Bremens Torhüter Pavlenka herausforderte. In der zweiten Halbzeit dann etwas auffälliger, bereitete u. a. die Großchance von Ibisevic schön vor. -Note: 4,5


Salif Sane (46. für Stambouli): Zeigte bei seinem Comeback, dass er der Schalker Hintermannschaft vielleicht bald wieder die nötige Stabilität geben kann. -Note 4,0


Vedad Ibisevic (46. für Raman): In der 53. Minute hätte er bei seinem Schalke-Debüt mit einem Kopfball für das 1:2 sorgen können oder müssen, aber der Ball ging vorbei. Da er genau für solche Szenen und Abschlüsse geholt werden ist: -Note 5,0


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Das Heimspiel gegen Werder Bremen verlor der FC Schalke 04 mit 1:3 (0:2)© picture alliance/dpa
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Schalke 04 verliert gegen Werder Bremen

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