Stichtag: Am 1. April 1993 kehrt Rudi Assauer zurück auf Schalke

Schalke 04

Viele Schalker Fans glaubten an einen April-Scherz, doch diese Nachricht stimmte: Rudi Assauer kehrte am 1. April 1993 als Manager zum FC Schalke 04 zurück.

Gelsenkirchen

, 01.04.2020, 06:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der Architekt des modernen Schalke: Manager Rudi Assauer.

Der Architekt des modernen Schalke: Manager Rudi Assauer. © dpa

Zu dem Klub, wo er bereits vom 15. Mai 1981 bis zum 4. Dezember 1986 in gleicher Funktion gearbeitet und nicht mehr viele Freunde hatte. Deshalb liefen vieler Schalker Anhänger Sturm, als sie von dieser überraschenden Entscheidung des damaligen Schalke-Präsidenten Günter Eichberg hörten.

Doch Eichberg und somit auch Schalke standen damals enorm unter Druck. Der Lizenzentzug drohte, zumal der Deutsche Fußball-Bund die Auflösung der von Eichberg gegründeten Marketing-GmbH verlangte, die knapp 20 Millionen Mark Schulden angehäuft hatte.


Die beste Entscheidung von Eichberg


Spötter meinten später, die Entscheidung von Eichberg, den gelernten Stahlbauschlosser als Manager zum Comeback zu animieren, sei die beste Entscheidung seiner Präsidentschaft gewesen. Assauer packte an und prägte mit seiner unverwechselbaren Art bis 2006 eine sehr erfolgreiche Ära.


Während seiner zweiten Amtszeit gewann er mit Schalke 1997 den UEFA-Cup. Mit Huub Stevens als Coach eroberten die „Eurofighter“ um Olaf Thon und Marc Wilmots die europäischen Stadien. Der Höhenflug endete mit dem legendären Sieg bei Inter Mailand am 21. Mai 1997 - bis heute der größte Erfolg der Klubgeschichte und ein Meilenstein. 2001 und 2002 folgten zwei Siege im DFB-Pokal.


„Ich glaube nicht mehr an den Fußball-Gott“



Fast wäre auch der größte Traum in Erfüllung gegangen, als Schalke 2001 kurz vor dem Gewinn der achten deutschen Meisterschaft stand, ehe Bayern München den Königsblauen den Titel mit dem 1:1-Ausgleich in der Nachspielzeit in Hamburg noch wegschnappte. Die Tränen nach dem letzten Spiel im Parkstadion, als Fans und Spieler nach dem Sieg gegen Unterhaching bereits den Platz stürmten und den vermeintlichen Titel feierten, gingen um die Welt. Die „Meister der Herzen“ waren geboren, doch Assauer sagte auf der Pressekonferenz bitter: „Ich glaube nicht mehr an den Fußball-Gott.“


In diese Ära fiel auch der Bau der Veltins-Arena. Ab dem 1. August 2006 sollte Assauer Vorstandsvorsitzender werden. Doch am 17. Mai 2006 trat er als Manager zurück, nachdem der Aufsichtsrat des Vereins ihn zuvor zur satzungsgemäßen Sitzung mit dem Tagesordnungspunkt Abberufung eingeladen hatte.

Schlagworte: