Stichtag: Peter Neururer wird am 11. April 1989 Schalke-Trainer

Schalke 04

Am 11. April 1989 erfüllt sich für Peter Neururer ein Lebenstraum: Er wird Trainer des FC Schalke 04. Allerdings bleibt er es nur anderthalb Jahre. Seine Entlassung trifft ihn hart.

Gelsenkirchen

, 11.04.2020, 12:45 Uhr / Lesedauer: 1 min
Kann auch mit dem kleinen Ball gut umgehen: Peter Neururer als Hobby-Golfer in seinem Garten.

Kann auch mit dem kleinen Ball gut umgehen: Peter Neururer als Hobby-Golfer in seinem Garten. © dpa

Er ist bekennender Schalke-Fan, deshalb kann man sich gut vorstellen, wie begeistert Peter Neururer am 11. April 1989 ist. An diesem Tag steht er zum ersten Mal als Cheftrainer des FC Schalke 04 als Nachfolger von Diethelm Ferner auf dem Trainingsplatz.

Bei RW Essen und Alemannia Aachen hat der gebürtige Marler erste Anstellungen im Profibereich gefunden. In Aachen führt Neururer die Alemannia in der 2. Bundesliga auf einen Aufstiegsplatz. Doch als sein Wunschverein anklopft, kehrt Neururer ins Ruhrgebiet zurück.


Bei den Fans sehr beliebt


Auf Schalke herrscht wieder einmal wie so oft in den 1980er-Jahren eine Gemengelage, die viele als reines Chaos charakterisieren. Sportlich droht der Abstieg in die Drittklassigkeit, doch Neururer rettet die Königsblauen vor dem Abstieg. Er führt das Team von Rang 18 (nach dem 27. Spieltag, von 20 Mannschaften) auf Platz zwölf.

Der bei den Fans sehr beliebte Neururer kann Schalke nicht nur sportlich stabilisieren, sondern in der darauf folgenden Saison geht es weiter nach oben. Platz fünf ist die Ausbeute am Ende der Spielzeit.

Auf Platz zwei gefeuert


Doch für viele überraschend kommt bereits im November das Aus für Peter Neururer. Das Team rangiert zwar auf dem zweiten Tabellenplatz, punktgleich mit Spitzenreiter MSV Duisburg, die Spieler stehen hinter ihrem Trainer. Doch Günter Eichberg hat andere Pläne. Der exzentrische Vereins-Boss will Aleksandar Ristic unbedingt auf der Schalker Bank sehen. Neururer muss gehen. „Die Enttäuschung sitzt unsagbar tief“, so der Fußball-Lehrer damals. „Ich war immer mit ganzem Herzen ein Schalker.“


Auch ohne Neururer schaffen die Königsblauen den Aufstieg. Der Diplom-Sportlehrer verlässt das Ruhrgebiet erst einmal wieder und erwirbt sich in den kommenden Jahren aufgrund zahlreicher kurzfristiger Anstellungen den Ruf eines Feuerwehrmannes.

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