Verwirrung um Konoplyanka: S04 gibt Entwarnung

Sturm-Sorgen auf Schalke

Als Markus Weinzierl nach der Einheit am Mittwochvormittag den Platz verließ, trübte eine Nachricht die gute Laune des Schalker Trainers. In den sozialen Medien war verbreitet worden, dass Yevhen Konoplyanka sich bei der ukrainischen Nationalmannschaft verletzt habe. Am Ende des Tages gab es Entwarnung - und Erleichterung auf Schalke.

GELSENKIRCHEN

11.11.2016, 07:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Mit Yevhen Konoplyanka fällt Schalkes nächster Stürmer verletzt aus.

Mit Yevhen Konoplyanka fällt Schalkes nächster Stürmer verletzt aus.

Eine Bestätigung dieser Verletzungsmeldung war am Mittwochvormittag zunächst ausgeblieben. Schalke forschte nach und Markus Weinzierl konnte wenig später im Gespräch mit dieser Zeitung bereits verkünden: „Es soll nicht so schlimm sein.“

Entwarnung: Nerv eingeklemmt

Am Abend konnten die Königsblauen dann sogar Entwarnung geben: Konoplyanka hat sich einen Nerv eingeklemmt, erste Meldungen von einer Muskelverletzung bestätigten sich ebenso wenig wie die von Hüft- und Achillessehnenproblemen. Konoplyanka soll am Freitag schon wieder trainieren und könnte damit der Ukrainer in den Länderspielen gegen Finnland (WM-Qualifikation) und Serbien (Testspiel) sogar zur Verfügung stehen.

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Für Schalke war dies nach Stunden des Bangens eine gute Nachricht. Denn den Königsblauen gehen so langsam die Stürmer aus. Mit Breel Embolo (Sprunggelenk-Bruch) ist lange nicht zu rechnen, Klaas-Jan Huntelaar (Außenband) fällt bis Dezember aus und Franco Di Santo (Bauchmuskelzerrung) hat in dieser Woche nicht trainiert. Somit steht Weinzierl, neben Konoplyanka, für die Sturmmitte momentan als gestandener Bundesligaspieler nur Eric Maxim Choupo-Moting zur Verfügung, der nach einer Kniereizung am Donnerstag wieder am Training teilnahm. „Das war ein Test. Wir müssen abwarten, wie sein Knie reagiert“, sagte Weinzierl. Optimismus hört sich anders an.

Nur noch Jungprofis in Reserve

Die übrigen Stürmer, die Weinzierl noch im Kader hat, sind die Jungprofis Bernard Tekpetey, Fabian Reese und Donis Avdijaj, die in dieser Saison in der Bundesliga noch nicht zum Einsatz kamen. Sollten sich Konoplyanka oder Choupo-Moting tatsächlich noch verletzen, droht mindestens in den restlichen Bundesligaspielen im November in Wolfsburg und Darmstadt ein erheblicher personeller Engpass im Angriff.

Zu Beginn des neuen Jahres muss Schalke ebenfalls auf drei Leistungsträger verzichten, dann jedoch nicht aus Verletzungsgründen. Denn Nabil Bentaleb (Algerien), Abdul Rahman Baba (Ghana) und Eric Maxim Choupo-Moting (Kamerun) haben sich mit ihren Nationalmannschaften für den Afrika-Cup 2017 qualifiziert. Das Turnier findet vom 21. Januar bis zum 12. Februar 2017 in Gabun statt. Schlimmstenfalls muss Schalke in vier Bundesliga-Spielen auf dieses Trio verzichten.

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