Warum Benjamin Stambouli für Schalke so wichtig ist

Schalke 04

Schalke-Trainer David Wagner schwärmt in den höchsten Tönen von Benjamin Stambouli. Warum der Franzose für die Königsblauen so wichtig ist, hat viele Gründe.

Gelsenkirchen

, 18.09.2019, 17:52 Uhr / Lesedauer: 2 min
Warum Benjamin Stambouli für Schalke so wichtig ist

Benjamin Stambouli (l.) lässt seinen Trainer David Wagner schwärmen. © dpa

David Wagner neigt verbal nicht zur Euphorie. Der Schalker Trainer ist ständig bemüht, die Dinge, die er sieht, auch ohne zu großes Pathos einzuordnen. Doch bei der Pressekonferenz am Mittwoch vor dem Heimspiel gegen Mainz 05 (Freitag 20.30 Uhr, Sky) machte er eine bemerkenswerte Ausnahme.



Zunächst hatte der 47-Jährige Benjamin Stambouli, dessen Vertrag am Saisonende ausläuft, als „positive Überraschung“ in seinem Kader bezeichnet. Auf Nachfrage, wie er das genau meine, setzte der Schalker Trainer zu einer wahren Lobeshymne über den Franzosen an.


„Eine 1 mit Sternchen“

Wagner: „Nach meinem Wechsel zu Schalke bin ich total offen und wertfrei an die Geschichte hier herangegangen. Ich hatte Benji noch nicht als Innenverteidiger auf dem Schirm und schon gar nicht in der Viererkette. Aufgrund der Verletzungen und Abstellungen für die Nationalmannschaften in der Vorbereitung hat er ausgeholfen und es glänzend gemacht“.



Die Leistung des 29-Jährigen in Paderborn bewertete Wagner als „eine 1 mit Sternchen. Das war richtig, richtig gut. So dominant, so stark, so präsent und so schlau. Er hat viele Spielzüge des Gegners vorausgeahnt.“


Großer Konkurrenzkampf



Somit bieten sich dem Schalker Trainer eine große Auswahl an Möglichkeiten, wo er Stambouli einsetzen kann. „Auf der Sechser-Position habe ich mir das schon gedacht, dass Benji eine Bank sein kann. Aber nicht auf der Innenverteidiger-Position. So haben wir dort nun einen noch größeren Konkurrenzkampf“, freut sich Wagner.



Vor allem in der Innenverteidigung kann der 47-Jährige gleich auf vier starke Kräfte zurückgreifen. Neben Stambouli sind das Matija Nastasic, Salif Sané und Ozan Kabak. Nach der Lobeshymne für Stambouli deutet vieles darauf hin, dass Wagner in der Innenverteidigung weiterhin auf den Franzosen und Salif Sané setzt. Denn über Nastasic sagte Wagner: „Matija war krank, als Salif Sané in die Mannschaft kam. Dementsprechend hat sich Salif dort aktuell festgespielt“.



Mit der Entwicklung von Kabak zufrieden


Auch mit der Entwicklung von Ozan Kabak ist Wagner sehr zufrieden. „Er ist seit knapp vier Wochen voll im Training, hat ein Testspiel über 90 Minuten bestritten und in Paderborn einen Kurzeinsatz gehabt. Er ist voll auf der Höhe und jeder Zeit einsatzfähig“.



Bleiben alle vier Verteidiger gesund, dürfte der Schalker Trainer in den nächsten Wochen auch als Moderator einen harten Konkurrenzkampfes gefordert sein. Aber das ist eine Herausforderung, der sich Wagner sicher gerne stellt.