Über eine Ausgliederung der Profi-Abteilung wird beim FC Schalke 04 immer wieder spekuliert. Vorstandsmitglied Alexander Jobst hat dazu eine klare Meinung.

Gelsenkirchen

, 10.04.2020, 17:25 Uhr / Lesedauer: 2 min

Viele Fans machen sich wegen der möglichen Folgen der Corona-Krise große Sorgen um „ihren“ FC Schalke 04. Der Verein hat sich deshalb auf die Fahnen geschrieben, mit größtmöglicher Transparenz Woche für Woche den Status quo zu beschreiben, in dem sich Schalke befindet.

Den Anfang machte Marketing-Vorstand Alexander Jobst in einem Live-Interview auf der Facebook-Seite des FC Schalke 04, wo Fans außerdem Fragen stellen konnten. Der 46-Jährige nahm aber kein Blatt vor den Mund und sprach von einer ernsten, sehr kritischen Lage für den Kultklub. Es verbiete sich aber, Ängste zu schüren.

Unterstützung von Fans und Sponsoren


Gleichzeitig vermittelte Jobst aber auch ein Stück weit Zuversicht, dass die existenzbedrohende Situation gemeistert werden könne. Seinen Optimismus bezog das Vorstandsmitglied auf die Reaktionen vieler Fans und Sponsoren, die ihre Hilfe und Unterstützung angeboten haben. Jobst: „Dies zeigt einmal mehr, welche Kraft der FC Schalke 04 besitzt“.

In dieser Ausnahmesituation hat auch das Gerücht neue Nahrung erhalten, Schalke strebe eine Ausgliederung der Profi-Abteilung an. Auch dazu bezog Jobst klar Stellung. „Wir wollen die Corona-Krise nicht dazu nutzen, jetzt eine Ausgliederung zu diskutieren. Das ist eine Mär. Wir wollen keine Drohszenarien. Es geht jetzt darum, den FC Schalke 04 durch diese Krise zu führen. Wenn das gelungen ist, werden wir darüber reden, wie Schalke in Zukunft aufgestellt sein muss, um wettbewerbsfähig zu bleiben“, betonte der 46-Jährige.


Weitere Einsparungen werden geprüft


Was aber Schalke prüft, sind weitere Einsparungen, weil ungewiss ist, wann und ob überhaupt die Bundesliga den Spielbetrieb fortsetzen kann. Davon hängt die weitere Schalker Entwicklung ab. Jobst: „Im Moment ist es schwer zu beantworten, was die Coronavirus-Krise kurz-, mittel- und langfristig für den Verein und seine Mitarbeiter bedeutet.“

Die Corona-Pandemie hat auch gravierende Konsequenzen für die Kaderwerte der Bundesliga-Klubs, die auf der Internetseite transfermarkt.de regelmäßig veröffentlicht werden. Schalke hat hier ein Minus von 16,66 Prozent zu verzeichnen, oder in konkreten Zahlen ausgedrückt: Der Wert des Kaders sank von 255,4 Millionen Euro auf 212,9 Millionen Euro.

Transfermarkt wird sich verändert

„Die Börsenkurse sind eingebrochen. Zahlreichen Vereinen könnte eine Insolvenz drohen, die Transferplanungen sind aufgrund der vielen Unsicherheiten bei den meisten Klubs zum Erliegen gekommen. Es ist aktuell kaum vorstellbar, dass die Transferpreise in absehbarer Zeit weiter so ansteigen wie in den vergangenen Jahren“, begründet Transfermarkt-Gründer Matthias Seidel.

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