Warum zwei Polizisten beim Schalker Training zuschauen

Schalke 04

Am Mittwoch trainierten die Schalker Profis nur am Vormittag auf dem Platz. Nach dem Corona-Fall bei einem Spieler sind die Sicherheitsvorkehrungen noch einmal verschärft worden.

Längenfeld

, 26.08.2020, 13:45 Uhr / Lesedauer: 1 min
Werner Leuthard (l. mit Sebastian Rudy) gab am Dienstag mächtig Gas.

Werner Leuthard (l. mit Sebastian Rudy) gab am Dienstag mächtig Gas. © dpa

Deshalb schauten auch zwei Polizisten rund eine Stunde beim Training zu, um sich ein Bild zu machen, ob alle Hygienevorschriften eingehalten werden. Dies war offenbar der Fall, so dass die Beamten nach der Hälfte der Trainingseinheit zufrieden das Stadion in Längenfeld verließen.

Deshalb bekamen sie auch nicht mehr mit, wie Fitnesstrainer Werner Leuthard zum Abschluss der Einheit die Spieler noch einmal richtig mit Steigerungsläufen forderte. „Rennt um euer Leben!“ schrie der 58-Jährige über den Platz. Dies war weniger gewöhnungsbedürftig als das Verhalten von Salif Sané und Weston McKennie, die nach ihrem individuellen Training noch während der Einheit per Smartphone am Spielfeldrand laut singend und schunkelnd sich nicht gerade wie Profisportler verhielten. Eine „Ansage“ vom vielköpfigen Trainerteam blieb jedoch aus.

McKennie singt und schunkelt

McKennies gute Laune dürfte wohl damit zusammenhängen, dass er Schalke bald verlässt. Anders ist es nicht zu erklären, dass der US-Boy ohne sichtbare Beschwerden immer nur individuell trainiert.

Dies taten auch die vier Spieler (zum Beispiel Markus Schubert) der sogenannten Kontaktgruppe eins, die enge Berührungspunkte zum infizierten Spieler hatten. Laut österreichischer Gesetzgebung ist das möglich. Schubert und Co. absolvierten Koordinationsübungen und Gymnastik in einem Zelt, abseits des Platzes, wo der restliche Kader trainierte.

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