Wieder ausgeliehen - dabei hatte Rudy Hoffenheim „schon abgehakt“

Schalke 04

Schalkes Ex-Trainer Wagner hatte den Nationalspieler als Rechtsverteidiger eingeplant. Doch der Start war sehr holperig. Am Sonntagnachmittag erfuhr Rudy laut „Kicker“ vom möglichen Wechsel.

Gelsenkirchen

, 08.10.2020, 12:54 Uhr / Lesedauer: 1 min
Wieder ausgeliehen: Dabei hatte Sebastian Rudy das Thema Hoffenheim „schon abgehakt“.

Wieder ausgeliehen: Dabei hatte Sebastian Rudy das Thema Hoffenheim „schon abgehakt“. © dpa

Manchmal geht im Leben alles ganz schnell, besonders im Fußball: Am Samstagabend saß Sebastian Rudy noch auf der Schalker Ersatzbank bei der 0:4-Niederlage in Leipzig, am Sonntagnachmittag erfuhr er vom möglichen Wechsel nach Hoffenheim, am Montagmittag wurde seine offizielle Ausleihe dann schon bekanntgegeben. Rudy wird also auch in dieser Saison ab sofort für die Mannschaft spielen, für die er in der vergangenen Saison 32 von 34 Bundesliga-Partien absolviert hatte.

Dabei hatte Rudy das Thema Hoffenheim eigentlich „schon abgehakt“, wie er nun dem Fachblatt „kicker Sportmagazin“ verriet. Er habe sich bereits mit seiner neuen Aufgabe auf Schalke beschäftigt und wollte dem Kapitel Hoffenheim nicht nachtrauern. Schließlich habe es trotz mehrerer stattgefundener Gespräche so ausgesehen, als würde es keine Möglichkeit geben, nach Hoffenheim zurückzukehren.

Dass der 30-Jährige nun bereits zum dritten Mal bei der TSG „anheuert“, war mehreren Umständen zu verdanken. Hoffenheim beschäftigte sich offenbar wieder intensiver mit dem Mittelfeldspieler, und auf Schalke kreist nach wie vor der Rotstift, während die Suche nach einem Rechtsverteidiger auf Hochtouren lief. Also die Position, auf der Rudy bei seinen zwei Einsätzen in München und gegen Werder Bremen alles andere als überzeugen konnte.

2018 gekommen, zweimal ausgeliehen

Schalkes Sportvorstand Jochen Schneider löste das Spannungsverhältnis nun auf, indem er Rudy die Ausleihe ermöglichte und Schalke dadurch zumindest einen Teil dessen vermuteten Jahresgehalts in Höhe von sechs Millionen Euro einsparen wird. Mit Kilian Ludewig lieh Schalke seinerseits dafür einen Rechtsverteidiger mit Perspektive aus, der - wenn er denn die Hoffnungen erfüllt - im Vergleich zu Rudy rentabler, weil eher im Niedriglohnsektor (gemessen an Profi-Bedingungen) unterwegs, arbeitet.

Sebastian Rudy war im August 2018 für die Ablösesumme von ca. 16 Millionen Euro vom FC Bayern München nach Schalke gewechselt. Seitdem wurde er nun bereits zum zweiten Mal von den Königsblauen an seinen Ex-Klub Hoffenheim ausgeliehen. Sein Vertrag auf Schalke läuft noch bis 2022.

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