20 Teams bewiesen beim Karrenbau eine beachtenswerte Kreativität

18. Schubkarrenrennen

Erst hieß es Absage, dann doch nicht: Das 18. Schubkarrenrennen fand am Sonntag trotz schlechten Wetters statt - jedoch eine Stunde später als geplant und in etwas abgespeckter Form.

Schermbeck

, 23.02.2020, 18:25 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der Kegelclub „Kolonne Chaos “erinnerte mit seiner Karre an das ungeliebte Krematorium, das in Buschhausen entstehen soll.

Der Kegelclub „Kolonne Chaos “erinnerte mit seiner Karre an das ungeliebte Krematorium, das in Buschhausen entstehen soll. © Helmut Scheffler

Wenn man schon den Regen und den Sturm nicht beeinflussen kann, dann muss man wenigstens mutig eine Entscheidung treffen können. Nach diesem Motto handelte am Sonntag der Vorstand der Kolpingsfamilie Schermbeck, als er die Entscheidung traf, das 18. Schubkarrenrennen der Nachkriegszeit auf dem Schermbecker „Schlopi-Ring“ nicht abzusagen, obwohl selbst in etlichen Karnevals-Hochburgen die närrischen Gruppen zu Hause blieben.

Vorstellungsrunde wurde gleich zweimal zurückgelegt

Die Startzeit wurde um eine Stunde verschoben, und Petrus muss mitgehört haben, denn pünktlich zur geplanten Startzeit hörte der Regen für eine gute Stunde auf, sodass die Vorsitzende Christa Hülsdünker die 20 Schubkarren auf den Weg schicken konnte. Auf die traditionelle Schnelligkeitsrunde wurde ebenso verzichtet wie auf die Geschicklichkeitsrunde und auf die Publikumsrunde. Stattdessen wurde die Vorstellungsrunde von den begeisterten Karrenbauern gleich zweimal zurückgelegt. Für die musikalische Begleitung sorgte die Blaskapelle „Einklang“.

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18. Schubkarrenrennen auf dem Schlopi-Rennen

Die 20 Teams bewiesen beim Schubkarrenrennen auf dem Schlopi-Ring eine beachtenswerte Kreativität.
23.02.2020
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Der Kegelclub „Die Frischlinge“ forderte „Rettet die Bienen!“ und schob eine Blumenwiese über den Ring.© Helmut Scheffler
Viel Ironie steckte in dem Wunsch „Noch mehr Friseure in Schermbeck“, den der Kegelclub „Pegelpuppen“ angesichts der bestehenden Überversorgung äußerte.© Helmut Scheffler
Mit „Schermbecker Eseleien“ befasste sich der „30.12.-Frühschoppen“ mit seinen Freunden.© Helmut Scheffler
Mit „Schermbecker Eseleien“ befasste sich der „30.12.-Frühschoppen“ mit seinen Freunden. Dabei ärgerten sie sich ganz besonders über die Steuerverschwendungen.© Helmut Scheffler
Der Kegelclub „Kolonne Chaos“erinnerte mit seiner Karre an das ungeliebte Krematorium, das in Buschhausen entstehen soll.© Helmut Scheffler
An den Mauerfall vor 30 Jahren erinnerte der erstmals teilnehmende Kegelclub „Nimm die Dicke“.© Helmut Scheffler
Der Schalke-Fan-Club „Königsblaue Schermbecker“ hatte die Arena auf Schalke nachgebaut und sogar sein Maskottchen Erwin geordert.© Helmut Scheffler
Der Kegelclub „Die Frischlinge“ forderte „Rettet die Bienen!“ und schob eine Blumenwiese über den Ring.© Helmut Scheffler
Wölfin „Gloria“ saß auf der Schubkarre des Doppelkopfclubs „Die Abgewixxten“ diesmal im umzäunten Bereich und wurde von den Schafen in Schach gehalten.© Helmut Scheffler
An die Schließung der letzten Kohlenzeche erinnerte der Kegelclub „Segelclub“ mit einem großen Förderturm-Nachbau.© Helmut Scheffler
Für Jogi zu schlecht, für`n Ballermann gerade recht“, waren sich einige ehemalige Nationalspieler einig, die ein Rüster Stammtisch kurzerhand auf die Reise in mediterrane Gefilde schickte.© Helmut Scheffler
Für die musikalische Untermalung sorgte die Blaskapelle "Einklang".© Helmut Scheffler
Für einen Sambazug in Richtung Schermbeck setzte sich der Kegelclub „einer steht immer“ ein.© Helmut Scheffler
Einen Beitrag zum „Moritz Oberheim Racing“ leistete ein Altschermbecker Freundeskreis.© Helmut Scheffler
An den Mauerfall vor 30 Jahren erinnerte der erstmals teilnehmende Kegelclub „Nimm die Dicke“.© Helmut Scheffler
Der Kegelclub „Wickie und die starken Männer“ steuerte zum Regenwetter sein „Traumschiff“ bei.© Helmut Scheffler
„Save water – drink wine!“, gaben die acht Altschermbecker „Partners in wine“ als Empfehlung aus, um die mitgebrachte prachtvolle Unterwasserwelt vor Plastikmüll zu schützen.© Helmut Scheffler
Disco-Fieber pur verbreiteten die Mitglieder des Kegelclubs „Gossengirls“.© Helmut Scheffler
Ihrem Ärger über die ewige Baustele an der A 31 gaben die „Asphalt-Flicker“ freien Lauf.© Helmut Scheffler
Trotz des Regenwetters kamen noch relativ viele Zuschauer zum Schlopi-Ring.© Helmut Scheffler
In einem riesigen Rennwagen wurde der Schermbecker „Langstrecken-Weltmeister“ Moritz Oberheim präsentiert, der am Ende des Rennens Sekt versprühte.© Helmut Scheffler
Ein farbenprächtiges Bild boten diese Damen vor dem Festzelt der Kolpingsfamilie.© Helmut Scheffler
Mit Einfallsreichtum bewiesen die Schermbecker Karrenbauer.© Helmut Scheffler
Viel Einfallsrteichtum bewiesen die Schermbecker Karrenbauer.© Helmut Scheffler

Von der Startstelle ging es hinab zur Erler Straße. Hinter der scharfen Kurve an der Bäckerei folgte der Steilanstieg zur Gaststätte Nappenfeld`s. Durch die Brunnenstraße fanden die Schubkarrenrenner den Weg zur Schlossstraße zurück, die der Rennstrecke den Namen „Schlopi-Ring“ (Abkürzung für Schlossstraße und Pipi) eingetragen hat, wobei der zweite Teil des Namens auch noch sechseinhalb Jahrzehnte nach der Kanalisation in Schermbeck daran erinnert, dass die Jauche früher frei die Straße hinunterlaufen konnte.

Weniger Zuschauer als sonst

Es waren zwar deutlich weniger Zuschauer als in früheren Jahren, aber denen wurde ein optisches Spektakel der allerfeinsten Art geboten. Der Kegelclub „Wickie und die starken Männer“ steuerte zum Regenwetter sein „Traumschiff“ bei. An den Film „Cool runnings“ erinnerte der Kegelclub 46=02. Der Schalke-Fan-Club „Königsblaue Schermbecker“ hatte die Arena auf Schalke nachgebaut und sogar sein Maskottchen Erwin geordert.

An den Mauerfall vor 30 Jahren erinnerte der erstmals teilnehmende Kegelclub „Nimm die Dicke“ mit einem Trabi und uniformierten Soldaten. „Gestern noch vom Heu genascht, heute wird es eingeascht“, hieß der Slogan des Kegelclubs „Kolonne Chaos“, mit dem er an das ungeliebte Krematorium erinnerte, das in Buschhausen entstehen soll. Wölfin „Gloria“ saß auf der Schubkarre des Doppelkopfclubs „Die Abgewixxten“ diesmal im umzäunten Bereich und wurde von den Schafen in Schach gehalten.

Schermbecker Eseleien

„Save water – drink wine!“, gaben die acht Altschermbecker „Partners in wine“ als Empfehlung aus, um die mitgebrachte prachtvolle Unterwasserwelt vor Plastikmüll zu schützen. Mit „Schermbecker Eseleien“ befasste sich der „30.12.-Frühschoppen“ mit seinen Freunden. Dabei ärgerten sie sich ganz besonders über die Steuerverschwendungen. Mit der Freiheit der Narren erlaubten sie es sich, Bürgermeister Rexforth karrenweise Golddukaten durch die Gegend werfen zu lassen. Die Karrenbauer hatten sich so sehr auf eine Schnelligkeitsrunde gefreut, weil sie die bei vergangenen Rennen schon dreimal gewonnen hatten und bis heute die Rekordzeit halten.

Party im großen Zelt zum Abschluss

Brechend voll war es nach dem Rennen im großen Zelt auf dem ehemaligen Marktplatz, wo DJ Roland Loges die zwischen den Theken stehenden Gäste mit fetzigen Rhythmen unterhielt. Wer`s ruhiger mochte, nahm in der Cafeteria in der Dreifachturnhalle Platz.

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