23-jähriger Schermbecker soll Supermarkt überfallen haben

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Bei dem Supermarkträuber, der am Montagabend einen Discounter an der Weseler Straße überfallen hat, handelt es sich um einen 23-jährigen Schermbecker. So ist der derzeitige Ermittlungsstand.

Schermbeck

, 04.12.2019, 12:41 Uhr / Lesedauer: 2 min

Jennifer König, Sprecherin der Staatsanwaltschaft Duisburg, sagte auf Anfrage am Mittwochmorgen (4.12.), dass gegen den Schermbecker ein Haftbefehl erlassen wurde und er sich derzeit in Untersuchungshaft befinde.

Am Montagabend soll der 23-Jährige gegen 19 Uhr die Discounterfiliale an der Weseler Straße in Schermbeck betreten und mit einer Schusswaffe einen Angestellten an der Kasse aufgefordert haben, ihm den Inhalt der Kasse zu geben. Mit dem Bargeld war der Mann anschließend geflüchtet.

„Dringender Tatverdacht“

Der Polizei war es aufgrund eines Zeugenhinweises gelungen, den 23-jährigen Mann aus Schermbeck festzunehmen. Am Dienstag wurde er dem Haftrichter am Amtsgericht Dinslaken vorgeführt, der einen Haftbefehl erließ. Ob der Schermbecker wirklich den Supermarkt überfallen habe, könne man erst nach Abschluss des Verfahrens sagen, sagte Jennifer König, aber es gebe einen „dringenden Tatverdacht“.

Laut Jennifer König wurde auch die Wohnung des Tatverdächtigen von der Polizei durchsucht. Welche Erkenntnisse die Polizei daraus ziehen konnte, vermochte König noch nicht zu sagen.

Überfallserie in Dorsten

Die Hoffnung, die am Dienstag nach der Festnahme von vielen geäußert wurde, dass mit der Inhaftierung des Schermbeckers auch eine Überfallserie in Dorsten endet, erfüllte sich nicht. Zwar war der Täter stets ähnlich wie beim Schermbecker Fall vorgegangen. Doch am Dienstagabend gab es einen weiteren Überfall - als der Schermbecker bereits gefasst war.

Mit einer Pistole bewaffnet hatte am Dienstagabend ein Mann den Netto-Markt in der Feldmark in Dorsten überfallen. Mit einer Pistole bedrohte der Mann kurz nach 18 Uhr eine Kassierin und flüchtete mit Bargeld. Die Polizei suchte nach dem Täter sogar mit einem Hubschrauber, allerdings erfolglos. Laut Kassiererin war der Täter etwa 1,60 bis 1,65 Meter groß, 25 bis 30 Jahre alt, schwarz gekleidet und sprach akzentfreies Deutsch.

Gibt es einen Haupttäter und einen Nachahmer? Oder beschränkte sich der Schermbecker auf seinen Wohnort? Jennifer König sagt: „Ob dem Schermbecker weitere Taten zur Last gelegt werden können, muss der Verlauf der Ermittlungen zeigen.“