Bürgermeister Mike Rexforth (r.) und die beiden Gemeindemitarbeiter Andreas Schulte (l.) und Ellen Großblotekamp (2.v.r.) überreichten den beiden stellvertretenden Schulleitern Marie-Luise Vehlken (2.v.l.) und Donald Grüter (3.v.l.) die ersten beiden von insgesamt 31 iPads. © Helmut Scheffler
Digitalisierung

31 iPads für die Lehrer der Schermbecker Grundschule

Die Lehrer der Schermbecker Grundschule haben 31 iPads erhalten. Damit sei Schermbeck auf dem Weg, die eine oder andere Gemeinde zu überholen, meint Bürgermeister Mike Rexforth.

Es hat nur knapp einen Monat gedauert, bis die Gemeinde Schermbeck einen Teil des Ratsbeschlusses vom 22. Dezember 2020 zur Digitalisierung der Schermbecker Schulen umgesetzt hat.

Am Donnerstag überreichten Bürgermeister Mike Rexforth, der in der Verwaltung für IT-Dienstleistungen zuständige Mitarbeiter Andreas Schulte und Ellen Großblotekamp vom gemeindlichen Schulverwaltungsamt 31 iPads an Marie-Luise Vehlken und Donald Grüter, die stellvertretenden Schulleiter der beiden Grundschulstandorte an der Weseler Straße und der Schienebergstege.

„Wir sind gerade auf dem Weg, die eine oder andere Kommune zu überholen“, stellte Bürgermeister Rexforth fest und freute sich, in Zeiten einer vielfachen Unzufriedenheit der Bürger mit vielen Schulen und Kommunen einen positiven Beitrag zur dringend erforderlichen Digitalisierung der Schulen leisten zu können.

Ein wenig aus der Verantwortung gestohlen

„Da hat man sich ein wenig aus der Verantwortung gestohlen“, bedauerte Rexforth, dass die Kommunen über ihre Aufgaben als Schulträger hinaus nun auch noch bei der Finanzierung von Maßnahmen zur Kasse gebeten werden, die eigentlich vom Arbeitgeber der Lehrer finanziert werden müssten.

Der Bund steuert lediglich fünf Milliarden Euro bei, um in der Zusammenarbeit mit den Ländern und Kommunen die Digitalisierung der Schulen zu ermöglichen.

Digitale dienstliche Endgeräte werden nur verliehen

Aus dem „DigitalPakt Schule“, einem bundesweiten Förderprogramm, mit dem Investitionen in die IT-Grundstruktur von Schulen und in die zur medialen Ausstattung gehörenden digitalen Arbeitsgeräte und schulgebundenen mobilen Endgeräte unterstützt werden, erhält die Gemeinde Schermbeck 517.336 Euro.

Für die Ausstattung der Lehrkräfte mit digitalen dienstlichen Endgeräten erhält der Schulträger 65.500 Euro. Die Endgeräte verbleiben im Eigentum der Gemeinde Schermbeck und werden nur an die Lehrkräfte ausgeliehen.

Private Endgeräte dürfen nicht genutzt werden

Eine Nutzung von privaten mobilen Endgeräten sei wegen mangelnder Datensicherheit nicht möglich. Es gebe allerdings auch wirtschaftliche Gründe, hieß es. Viele unterschiedliche Endgeräte von Privatleuten würde bedeuten, dass auch eine vielfältige Software beschafft werden müsste und das IT-Management bei verschiedenen Laptops, Smartphones oder Tablets einen größeren Aufwand mit sich bringen würde.

Um die Nutzung sämtlicher mobiler Endgeräte zu ermöglichen, ist eine Erweiterung der Internetanbindung notwendig. Derzeit besteht an allen Schulen eine Internetverbindung von 200 Mbit/s. Für die beiden Standorte der Grundschule wird eine Höherstufung der Internetanbindung auf 300 Mbit/s empfohlen.

Ganz neue unterrichtliche Möglichkeiten

„Es bieten sich jetzt ganz neue unterrichtliche Möglichkeiten“, freute sich Donald Grüter über die Auslieferung der 31 iPads an die Lehrer und verwies auf das Einbeziehen von Filmsequenzen und anderen Inhalten aus dem Internet in den Unterricht mit den 386 Grundschulkindern.

Die jetzt ausgelieferten iPads erlauben es, den Schülern, die wegen des Coronavirus nicht an einem Präsenzunterricht teilnehmen, Unterrichtsmaterialien und Arbeitsaufträge digital zu übermitteln. Ein kompletter Distanzunterricht ist allerdings erst dann möglich, wenn alle Kinder über ein Endgerät verfügen.

Distanzunterricht für Grundschüler „nettes Beiwerk“

Die Lehrer halten einen Distanzunterricht für Grundschüler allerdings eher für „ein nettes Beiwerk“, wie es Donald Grüter formulierte. Kinder in diesem Alter benötigten dringend die Begegnung mit den Lehrern und anderen Schülern, weil das den Zusammenhalt der Klassen fördere.

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Freier Mitarbeiter
Im Verlauf von mehr als vier Jahrzehnten habe ich das Zusammenwachsen von acht ehemals selbstständigen Gemeinden miterlebt, die 1975 zur Großgemeinde Schermbeck zusammengefügt wurden. Damals wie heute bemühe ich mich zu zeigen, wie vielfältig das Leben in meinem Heimatort Schermbeck ist.
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