Baugenehmigung ist da: Umbau des Marienheims kann starten

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Anfang 2017 kündigte die Caritas an, das Schermbecker Marienheim zu erweitern. Ende 2017 wollte man mit dem Bau beginnen. Doch es kam anders - jetzt erst ist die Baugenehmigung da.

Schermbeck

, 26.11.2019, 12:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Für die geplante Baumaßnahme am Marienheim liegen inzwischen alle erforderlichen Baugenehmigungen vor. Das teilte Markus Bothe als Chef der Caritas-Betriebsführungs- und Trägergesellschaft Marl (CBT) auf Anfrage mit.

Um den Bewohnern des Marienheims auch in Zukunft ein qualitätsvolles Pflegeangebot bereitstellen zu können, möchte die CBT, die das Marienheim seit dem 1. Januar 1994 betreibt, das Heim modernisieren und umbauen. Über diese Veränderung beriet der Planungs- und Umweltausschuss am 1. Februar 2017. Damals wurde festgestellt, dass zur Realisierung des Vorhabens eine Änderung der festgesetzten Geschossigkeit und eine Erweiterung der überbaubaren Grundstücksfläche erforderlich seien.

Zwei Gebäude für Seniorenwohnungen

16 Monate nach der erstmaligen Vorstellung der geplanten Erweiterungsmaßnahme beriet der Planungs- und Umweltausschuss am 17. Mai 2018 erneut über die geplante Modernisierung des Pflegeheimes und die geplante Errichtung von zwei einzelnen Gebäuden für Seniorenwohnungen.

Dafür gab es einen baurechtlichen Grund. Bisher war der Bereich des Altenpflegeheimes und des Wohnheimes für Menschen mit Behinderung (Haus Kilian) als Gemeindebedarfsfläche innerhalb des „Reinen Wohngebietes“ festgesetzt. Da das Pflegeheim aber um die Möglichkeit erweitert werden solle, zwei solitäre Gebäude mit barrierefreien Wohnungen und zwölf Tagespflegeplätzen auch ohne die direkte Anbindung an das Pflegeheim anzubieten, wurde eine Änderung der Art der baulichen Nutzung erforderlich.

Im Rahmen der Sitzung am 17. Mai 2018 wurde der Bebauungsplanes Nummer 15 „Erler Straße West“ geändert und das Plangebiet als „Sonstiges Sondergebiet“ festgesetzt. Nach Inkrafttreten des Bebauungsplanes konnten die Baugenehmigungen beantragt werden.

Acht Genehmigungen sind nötig

Insgesamt mussten acht Genehmigungen beantragt werden, vier für den Abriss und jeweils eine für den Umbau und die Erweiterung des Alten- und Pflegeheimes, für den Neubau von 17 Senioren-Wohneinheiten, für den Neubau von 30 Wohneinheiten mit integrierter Tagespflege und für eine temporäre provisorische Verbindung zwischen Altenheim und Pflegeheim.

In der Zwischenzeit zeigten sich Bürger, die in die Wohnungen einziehen wollten, besorgt, dass aus der Genehmigungs- und Bauphase eine unendliche Geschichte werden könnte. Klaus Roth (BfB) hatte immer wieder zum aktuellen Stand nachgehakt.

Die letzte Genehmigung vom Kreis Wesel wurde am 10. Oktober erteilt. Am Mittwoch (27. November) treffen sich Mitarbeiter der CBT mit den Architekten und Planern, um auf der Basis der Genehmigungen nun Entscheidungen zu treffen. Markus Bothe geht davon aus, dass etwa ab März 2020 mit den Baumaßnahmen begonnen werden kann.

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