Brandschutzmängel in Dreifachsporthalle - Gemeinde muss nachbessern

hzBrandschutz

Brandschutzmängel hatte der Kreis Wesel in der vergangenen Woche an der Dreifachsporthalle an der Gesamtschule ausgemacht und die Nutzung eingeschränkt. Nun ist eine Lösung in Sicht.

Schermbeck

, 05.10.2020, 17:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Maximal 50 Personen durften sich in der Halle aufhalten, der Zuschauerrang wurde abgesperrt. „Sehr ärgerlich für die Vereine“, sagt Gerd Abelt, Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters, sei dies gewesen, da so Spiele ohne Zuschauer stattfinden mussten. „Erst Corona, dann das.“

Jetzt lesen

Auch für die Gesamtschule waren die Möglichkeiten des Sportunterrichts eingeschränkt, da die Halle nicht mehr in drei Felder unterteilt werden durfte. So lange das Wetter einigermaßen mitspiele, weiche die Gesamtschule laut Abelt auf die Outdoor-Sportmöglichkeiten aus - also den Sportplatz sowie den Bolzplatz an der Schule und das Multifunktionsspielfeld.

„Unterschiedliche Beurteilung der Situation“

Die Brandschutzmängel waren nach einer Prüfung der Umbaumaßnahmen an der Dachterrasse seitens der Bauaufsicht des Kreises bemängelt worden. Von einer „unterschiedlichen Beurteilung der Situation“ aufseiten der Gemeinde und des Kreises sprach Abelt am Donnerstag der vergangenen Woche und, dass die Gemeinde sich eine „bessere Kommunikation“ gewünscht hätte.

Am Freitag gab es ein Gespräch zwischen Gemeinde- und Kreisvertretern, das Abelt als „sehr produktiv“ bezeichnet. Geeinigt habe man sich darauf, dass die Gemeinde die Mängel abstellt, so Abelt, und der Kreis habe zugesagt, diese Änderungen bis zum Ende der Woche abzunehmen. Die Feuermeldeanlage sei zum Zeitpunkt der Prüfung nicht funktionsfähig gewesen, „das mussten wir beheben“, so Abelt.

Funkrauchmelder werden vernetzt

Während dieser Schritt bereits erfolgt ist, ist eine weitere Anforderung etwas schwieriger umzusetzen. Bei der Installation und Vernetzung von Funkrauchmeldern komme eine Brandschutzgutachter zum Einsatz. „Wir hoffen, dass, wenn alles durchgeführt worden ist, die Halle wieder freigegeben wird.“

Auch wenn die Einschränkungen ärgerlich gewesen seien, sagt Abelt auch: „Beim Thema Brandschutz gehen einem schnell die Argumente aus. Da kann man sich nicht leichtfüßig drüber hinwegsetzen.“ Die vom Kreis bemängelten Aspekte seien auch nicht auf neue Vorschriften zurückzuführen gewesen, sondern bereits zum Zeitpunkt der Baugenehmigung gültig gewesen.

„Wir ziehen jetzt an einem Strang“

Bleibt der von Abelt geäußerte Wunsch nach einer „besseren Kommunikation“ mit dem Kreis. Wurde dies Thema auch angesprochen? Ja, sagt Abelt: „Ich will auf dem Thema aber nicht weiter rumreiten.“ Die Gemeinde erfülle nun die Anforderungen, dafür komme der Kreis noch in dieser Woche zur Abnahme. „Wir ziehen jetzt an einem Strang.“

Lesen Sie jetzt