Corona: Alle Klassenfahrten abgesagt - wer zahlt die Stornogebühren?

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Wegen Corona müssen Klassenfahrten ins Ausland bis zu den Herbstferien abgesagt werden. Und Inlands-Fahrten? Dass sich Stornogebühren läppern können, zeigt das Beispiel Gesamtschule.

Schermbeck

, 18.06.2020, 11:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Das NRW-Schulministerium verfügte am 29. Mai, dass Fahrten ins Ausland bis zu den Herbstferien abzusagen sind. Dafür will das Land die Stornokosten übernehmen. Nicht geregelt ist, wie die Schulen mit Inlands-Fahrten umgehen sollen. „Hier ist seitens der Schulen in eigener Verantwortung zu entscheiden, ob diese durchgeführt werden sollen“, so Irmgard Schwenk vom Schermbecker Bürgeramt.

Grundsätzlich könnten also mehrtägige Reisen innerhalb des Bundesgebietes, eintägige Wandertage oder Exkursionen zu außerschulischen Lernorten innerhalb Deutschlands nach den Sommerferien unter Beachtung des Infektionsschutzes durchgeführt werden, so Schwenk. Die Leitungen der Gesamtschule Schermbeck und der Grundschule Schermbeck haben sich allerdings anders entschieden und wollen alle Fahrten absagen: egal, ob im Inland oder ins Ausland.

Gemeinde könnte Stornokosten übernehmen

Eine Erstattung von Stornokosten für Inlandsfahrten ist durch das Land NRW aber nicht vorgesehen. Der Schermbecker Rat diskutiert am 24. Juni darüber, ob die Gemeinde die Stornokosten übernimmt. Tut sie das nicht, müssten die Eltern zahlen.

Eine Auflistung der Gesamtschule zeigt, dass allein dort fast 9900 Euro Stornokosten zusammenkommen - vor allem Sechst- und Zehntklässler sind betroffen. Für die Grundschule Schermbeck liegen noch keine Zahlen vor.

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