Wie digital sind unsere Schulen. Diese Frage wurde Eltern, Schülern und Lehrenden in Schermbeck gestellt. © picture alliance/dpa
Online-Umfrage

Corona: Befragte wollen neue Konzepte für den digitalen Unterricht

Stärker als je zuvor waren Schulen im Corona-Lockdown gezwungen, auf digitale Angebote zu setzen. Wie klappt es damit? Das haben wir Eltern, Schüler und Lehrende auch in Schermbeck gefragt.

„Wie digital sind die Schulen in der Region?“ Das haben wir in einer Online-Umfrage gefragt. Auch Schermbecker beteiligten sich an dieser Umfrage, allerdings nicht so viele, wie wir uns gewünscht hätten. Unter den 17 Teilnehmern waren 14 Eltern, 1 Schüler über 16 Jahren sowie zwei Lehrende. Eine statistische Aussagekraft angesichts solch niedriger Zahlen ist natürlich nicht gegeben.

Besonders gut ist der digitale Unterricht bei den befragten Eltern nicht angekommen. Auf einer Skala von 1 bis 10 sollten sie die Qualität einstufen: Bei 1,7 lag der Durchschnitt der 10 Antwortenden. Auf die Frage „Wie ist die Schule technisch ausgestattet?“ stand erneut eine Skala von 1 bis 10 zur Beurteilung: Der Durchschnitt von 1,9 (12 Antworten) ist auch hier nicht berauschend.

Die Frage, wie gut das WLAN an der Schule ist, beantworteten acht mit „Es gibt gar keines“. Drei gaben zu: „Ich weiß es nicht.“ Ein instabiles, schlechtes WLAN wurde von einem Antwortenden bemängelt.

Lernplattformen wurden auch vor der Pandemie genutzt

Lernplattformen hätten ihre Kinder auch schon vor der Pandemie genutzt, gaben fünf Eltern an. Selten bis nie seien digitale Hilfsmittel vor Corona eingesetzt worden, antworteten hingegen 10 Befragte. „Täglich“ nur zwei. Während der Pandemie seien vor allem Lernplattformen (9), E-Mails (6) sowie Messenger-Dienste (3), Videokonferenz-Tools (3) und Lernsoftware (2) zum Einsatz gekommen, so die Befragten.

„Tut die Schule genug, um einen guten digitalen Unterricht zu ermöglichen?“ Auf diese Frage antworteten sieben mit „Nein“, drei mit „Eher nein“ und zwei mit „Ja“. „Tut die Politik genug, um einen guten digitalen Unterricht zu ermöglichen?“ Auch hier standen „Nein“ (5) und „Eher nein“ (4) vor „Ja“ (2) und „Eher Ja“ (1).

Wünsche an den digitalen Unterricht

Neue Konzepte für den digitalen Unterricht wünschen sich 10 der Befragten, jeweils 9 eine bessere Ausstattung der Schulen mit digitalen Endgeräten und verpflichtende Fortbildungen für Lehrer. Schnelleres Internet an der Schule und digitale Schwerpunkte in der Lehrerausbildung fordern jeweils 8 der Befragten. Endgeräte für alle Schüler beziehungsweise Subventionen für finanziell schwächere Schüler fordern 7.

Wie weit der digitale Unterricht vollwertiger Ersatz für normalen Unterricht sein kann? Auf einer Skala von 1 (gar nicht) bis 10 (voll und ganz) vergeben 12 Befragte im Durchschnitt eine 3,25. Nur 2,25 auf die Frage, wie gut digitale Kompetenzen in der Schule vermittelt werden.

Für „sehr wichtig“ (5) und „wichtig“ (4) hält die Mehrheit der Befragten die Digitalisierung der Schulen – auch, wenn es die Corona-Pandemie nicht gäbe. 3 der Befragten kamen zur Aussage: „Es gibt dringendere Aufgaben.“

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