Coronavirus: Hilfsaktion „Wir für Schermbeck“ bekommt Unterstützung

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Der Coronavirus schweißt Schermbeck zusammen. Die Hilfsaktion „Wir für Schermbeck“ bekommt Unterstützung von vielen Helfern und der Verwaltung. Das bringt viele Vorteile.

Schermbeck

, 24.03.2020, 14:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

80 Helfer stehen in Schermbeck mittlerweile bereit und werden durch die von Timo Gätzschmann und Max Messing initiierte Plattform „Wir für Schermbeck“ koordiniert. Gedacht ist die ehrenamtliche Hilfe für Bürger, die aufgrund des Coronavirus‘ einem erhöhten Risiko ausgesetzt sind, also ältere Mitmenschen und solche mit Vorerkrankungen.

Die Hilfesuchenden werden nach Möglichkeit dem geografisch am nächsten gelegenen Helfer zugeordnet. „Somit entsteht im Idealfall ein Netzwerk, das auch eine zukünftige Nachbarschaftshilfe auf kurzen Wegen ermöglichen könnte“, so Bürgermeister Mike Rexforth.

Einkäufe und Fahrten

„Es wurden schon einige Einkäufe erledigt. Eine ältere Dame wurde zu einem dringenden Augenarzttermin nach Dorsten gefahren“, zählt Max Messing Beispiele auf. Noch stünden den vielen Helfern relativ wenige Hilfsbedürftige gegenüber. „Sie gehören zu genau diesen Menschen und benötigen Hilfe? Dann kontaktieren Sie das Team bitte ohne jegliche Scheu. Ihnen wird gerne weitergeholfen“, so Rexforth.

Die Plattform „Wir für Schermbeck“ sei „genau der richtige Weg“, so Rexforth und werde von der Gemeinde Schermbeck mit einem großen Dank an die zwei Initiatoren unterstützt. Das bringt einige Vorteile: Zum einen wird die Hotline (02853-8095889) nun werktags von 8 bis 18 Uhr an die Gemeinde weitergeleitet. Per E-Mail kann man sich unter hilfe@fuer-Schermbeck.de melden.

Unfallversicherung für Helfer

Durch die Kooperation mit der Gemeinde Schermbeck sind die ehrenamtlichen Helfer und Helferinnen nun auch offiziell während Ihrer Einsätze unfallversichert - dazu müssen sie allerdings ein Datenblatt unterzeichnen. Wer helfen will, meldet sich unter helfer@fuer-Schermbeck.de .

„Da derzeit niemand abschätzen kann, wie viel Hilfe in der nahen Zukunft benötigt wird, freuen wir uns natürlich weiterhin über Helfermeldungen, denn gerade jetzt benötigen wir eine Gemeinschaft, die sich für die besonders gefährdeten Menschen in Schermbeck einsetzt“, so Rexforth.

Elektroauto der Gemeinde

Neben der personellen Unterstützung und der Versicherung stellt die Gemeinde das gemeindeeigene Elektroauto zur Verfügung. Dieses könne jeder eingetragene Helfer für Einsätze kostenfrei nutzen, so Rexforth.

Die Homepage fuer-schermbeck.de zeigt mittlerweile auch Restaurants an, die einen Lieferdienst eingeführt haben: El Capitan, Haus Mühlenbrock, Nappenfeld´s, Schermbecker Mitte und Zum Fuchsbau.

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