Coronavirus: In St. Ludgerus finden ab sofort keine Gottesdienste mehr statt

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Die Pfarrer der St-Ludgerus-Gemeinde haben sich zu einer schweren Entscheidung durchgerungen. Wegen Corona fallen alle Gottesdienste in St. Ludgerus aus.

Schermbeck

, 14.03.2020, 11:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Pastor Klaus Honermann teilte am Samstag in einer ausführlichen Stellungnahme nähere Einzelheiten mit. Hier die Stellungnahme im Wortlaut:

“Als Pfarrei St. Ludgerus haben wir folgende Entscheidungen getroffen: Wir müssen alle Gottesdienste absagen.

Pastor Klaus Honermann

Pastor Klaus Honermann © Archiv

Pastor Xavier und ich werden die Hl. Messe feiern und für die Gemeinde beten, besonders auch für die Kranken und für alle Ärzte und Pfleger und für alle Menschen in den Krisenstäben.

Am Sonntag ist von 9 – 12 Uhr eine stille Anbetung für einzelne Personen.

Jeden Tag eine Predigt oder ein geistlicher Impuls

Zudem werden wir jeden Tag eine Predigt oder einen geistlichen Impuls auf die Homepage setzen. Beerdigungen werden im Kreis der Trauerfamilien stattfinden.

Wir verweisen dringend auf die Verlautbarungen des Bürgermeisters und des Bistums in „Kirche und Leben“.

Die Kitas sind ab Montag geschlossen nach den Regelungen der öffentlichen Verwaltungen.

Das Fastenessen ist in Absprache mit der Georgsgemeinde abgesagt sowie der Vortrag von Prof. Brodmann über die Energiewende. Die Veranstaltungen der KFD sind bis einschließlich April ausgesetzt.

Kein Mittagessen und auch kein Seniorentreff

Das Mittagessen in der Bücherei wird ausgesetzt. Auch der Seniorentreff ist zunächst bis nach den Osterferien eingestellt. Ebenso das Freitags-Frühstück.

  • Die Bücherei ist nur noch heute geöffnet
  • Die Sitzung des Pfarreirates fällt am Mittwoch aus
  • Die Messdiener- und Erstkommuniongruppen finden bis auf Weiteres nicht statt
  • Die Pfadfinder haben ihre Gruppenstunden bis nach Ostern abgesagt

Wir denken besonders auch an die Menschen, welche als Ärzte und Kranken-und Altenpfleger besonders mit Kranken zu tun haben - und damit auch der Gefahr der Ansteckung stärker ausgesetzt sind.

Großes Maß an Solidarität und Klugheit gefordert

Neben der nötigen Klugheit ist von allen auch ein größeres Maß an Solidarität und konkreter Hilfe gefragt. Vielleicht steckt darin eine Chance bei dieser enormen Krise. Konkret könnten wir z.B. ältere und alleinstehende Menschen fragen, ob wir für sie einkaufen sollen.

Ohne etwas schön zu reden, kann die Zeit, in welcher sehr Viele nicht viel unternehmen können, dazu genutzt werden, um zur Ruhe zu kommen, Briefe zu schreiben, mit Alleinstehenden zu telefonieren; Dinge zu tun, zu denen wir sonst nicht kommen.“

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