Coronavirus: Schermbecker wundert sich über Zahlen des Kreises

Coronavirus

89 Fälle von Corona-Infektionen meldet der Kreis Wesel am Montag, drei Tage vorher waren es noch 26. Über die Schermbecker Zahl wunderte sich ein Gahlener.

Schermbeck

, 16.03.2020, 18:15 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ein Schnelltest bei dem Gahlener zeigte, dass er sich nicht infiziert hatte.

Ein Schnelltest bei dem Gahlener zeigte, dass er sich nicht infiziert hatte. © picture alliance/dpa (Symbolbild)

Der Kreis Wesel will ab sofort nur noch Infektionszahlen für den ganzen Kreis mitteilen und diese nicht mehr nach Wohnorten aufschlüsseln. Die Verifizierung der Ortsangaben in den Fallmeldungen, die von unterschiedlichen Kanälen (Labor, Krankenhaus, niedergelassene Ärzte...) stammen, nehme in der Pressestelle zu viel Zeit in Anspruch, erklärt Kreissprecherin Anja Schulte.

Am Freitag, als zum letzten Mal eine Aufschlüsselung nach Wohnorten erfolgte, hieß es noch, dass es in Schermbeck keinen bekannten Infektionsfall gebe. Das wunderte einen Gahlener.

Schnelltest nach Kontakt

Der Gahlener, der seinen Namen nicht öffentlich machen will, erhielt am Donnerstag einen Anruf, dass er zu Hause bleiben solle, da er Kontakt zu jemanden gehabt haben solle, der positiv getestet wurde. Mittags wurde ein Schnelltest bei ihm gemacht. Am Freitag stand fest: Der Gahlener hatte sich nicht angesteckt.

Dem Gahlener wurde nicht mitgeteilt, wer die infizierte Kontaktperson ist. „Ich war die letzten zwei Wochen nur in Schermbeck unterwegs und auf der Arbeit“, so der Gahlener. Auf der Arbeit sei alles wie immer - also vermute er den Kontakt in Schermbeck.

Kreissprecherin Eva Richard konnte zum Einzelfall nichts sagen, vermutet aber, dass die Kontaktperson nicht in Schermbeck gemeldet sei. Der Kreis erhalte seine Zahlen vom Gesundheitsamt.

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