Coronavirus: So geht der Kreis Wesel mit dem ersten Fall um

Coronavirus

Der ersten mit dem Coronavirus infizierten Frau im Kreis Wesel geht es laut Kreissprecherin Anja Schulte gut. Ein Koordinierungskreis hat am Montagmorgen das weitere Vorgehen besprochen.

Schermbeck

, 02.03.2020, 12:39 Uhr / Lesedauer: 1 min
Kreissprecherin Anja Schulte rät Bürgern, die Symptome des Corona-Virus bei sich zu erkennen glauben, beim Hausarzt anzurufen und nicht sofort ins Krankenhaus zu gehen.

Kreissprecherin Anja Schulte rät Bürgern, die Symptome des Corona-Virus bei sich zu erkennen glauben, beim Hausarzt anzurufen und nicht sofort ins Krankenhaus zu gehen. © picture alliance/dpa

Die Frau aus Kamp-Lintfort, die sich als erste im Kreis Wesel mit dem Virus infiziert hat, ist in häuslicher Quarantäne. Das gilt auch für 40 Personen, die in den letzten zwei Wochen mit ihr Kontakt hatten oder Familienmitglieder sind. Erste Tests waren ohne weiteren Befund.

Kreissprecherin Anja Schulte

Kreissprecherin Anja Schulte © Kreis Wesel

„Es gibt keine weiteren Verdachtsfälle“, sagt Schulte am Montagmittag, aber auch: „Das ist eine Momentaufnahme, dass kann in einer Stunde wieder anders aussehen.“

Mitarbeiter werden entlastet

Der Fachdienst Gesundheitswesen des Kreises hat am Montagmorgen besprochen, wie es weitergehen soll. Dabei sei es vor allem darum gegangen, das Verwaltungshandeln so abzustimmen, dass die Mitarbeiter des Fachdienstes „nicht an ihre Grenzen kommen“, so Schulte. So würden Anfragen besorgter Bürger jetzt von anderen Verwaltungsmitgliedern beantwortet, die mit einer Liste der meistgestellten Fragen ausgestattet sind. „Dadurch werden die Kollegen entlastet“, so Schulte.

„Die Verunsicherung ist sehr groß“, sagt Schulte über die Anfragen, die nicht nur bei ihr, sondern auch bei der Polizei, der Feuerwehr und dem Rettungsdienst eingingen. Allerdings stellt Schulte fest, dass die Anzahl der Anrufe gerade „etwas abflacht.“

Nach wie vor gelte: Wer Symptome des Virus bei sich feststelle, solle seinen Hausarzt anrufen. Schulte: „Die Bürger sollten nicht direkt ins Krankenhaus gehen.“

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