Coronavirus stoppt Genehmigungsverfahren zum Tierkrematorium

Tierkrematorium

Das Coronavirus sorgt dafür, dass das Genehmigungsverfahren zum geplanten Tierkrematorium in Schermbeck unterbrochen wird.

Schermbeck

, 03.04.2020, 13:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der Entwurf für das geplante Tierkrematorium am Hufenkampweg. Das Genehmigungsverfahren wurde nun gestoppt.

Der Entwurf für das geplante Tierkrematorium am Hufenkampweg. Das Genehmigungsverfahren wurde nun gestoppt. © Helmut Scheffler (Repro)

Das Unternehmen Cremare plant in Schermbeck ein Tierkrematorium am Hufenkampweg - gegen den Widerstand vieler Bürger und der Politik. Gegen die Ablehnung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans will das Unternehmen klagen.

Während die planungsrechtliche Seite wohl vor Gericht landen wird, hat das Unternehmen einen Bauantrag an den Kreis Wesel gestellt. Für ein Tierkrematorium muss Cremare ein Immissionsschutzverfahren durchlaufen, das Öffentlichkeitsbeteiligung vorsieht - in Coronavirus-Zeiten kaum darstellbar.

Offenlage wurde wegen des Coronavirus‘ unterbrochen

Die Auslegung der Antragsunterlagen zur Einsichtnahme, die vom 21. Februar bis einschließlich 20. März sowohl bei der Kreisverwaltung Wesel als auch bei der Gemeinde Schermbeck vorgesehen war, wurde wegen der Corona-Pandemie unterbrochen. Das teilt der Kreis mit. „Die Offenlage konnte nur vom 21. Februar bis 16. März durchgeführt werden.“

Eine erneute Offenlage mit durch den Antragsteller geringfügig angepassten Unterlagen werde noch bekanntgegeben. Etwaige Einwendungen gegen das Vorhaben waren bis zum 3. April einzureichen. „Auch diese Einwendungsfrist wird aufgehoben und erneut bekannt gegeben“, so der Kreis. Bis heute eingegangene Einwendungen fließen ins Verfahren ein. Der öffentliche Termin zur Erörterung der Einwendungen am 26. Mai entfällt zunächst.

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