Coronavirus: Was „Gefährdungsstufe 2“ konkret für Schermbeck bedeutet

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Eine 7-Tage-Inzidenz von 52,4 meldet der Kreis Wesel am Dienstag. Damit gilt nun die „Gefährdungsstufe 2“ auch in Schermbeck - trotz konstanter Infiziertenzahlen. Das sind die Auswirkungen.

Schermbeck

, 20.10.2020, 16:51 Uhr / Lesedauer: 2 min

1853 Gesamtinfektionen meldete der Kreis Wesel am Dienstag - 61 mehr als noch am Montag. Damit kletterte die 7-Tage-Inzidenz, der Wert, der die Neuinfektionen innerhalb der letzten sieben Tage bezogen auf jeweils 100.000 Einwohner beschreibt, auf 52,4. Maßgeblich für die Einordnung in die „Gefährdungsstufe 2“ ist allerdings die Zahl des Landeszentrums Gesundheit NRW, dass die Inzidenz am Dienstag mit 50,9 bezifferte - ein Anstieg um 6,5.

Was dann zu tun ist, gibt das Land NRW vor. Der Kreis Wesel veröffentlichte am Dienstagnachmittag eine Allgemeinverfügung. Diese sieht als neue Einschränkungen ab Mittwoch vor:

  • Gruppen im öffentlichen Raum
    Eine Gruppe, die im öffentlichen Raum zusammentrifft, darf grundsätzlich aus höchstens 5 Personen bestehen.

  • Mund-Nase-Bedeckung
    Besucher von Konzerten, Aufführungen, sonstigen Veranstaltungen und Versammlungen in geschlossenen Räumen sowie von sämtlichen Sportveranstaltungen (auch im Freien) müssen zu jeder Zeit eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Dies gilt auch am Steh- oder Sitzplatz. Auch in einzelnen öffentlichen Außenbereichen (z.B. bestimmte Fußgängerzonen) gilt eine generelle Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung.

  • Veranstaltungen
    Ab Samstag (24. Oktober) ist die zulässige Teilnehmerzahl für Veranstaltungen auf maximal 100 Personen begrenzt. Bei Veranstaltungen mit einer Teilnehmerzahl über 100 und maximal 250 Personen im Innenraum bzw. maximal 500 Personen im Freien muss drei Tage vorher ein Hygieneschutzkonzept vorgelegt werden. Veranstaltungen mit Teilnehmerzahlen über 250 bzw. 500 Personen sind unzulässig. Die maximalen Zuschauerzahlen sind auf ein Drittel Kapazität des Veranstaltungsortes begrenzt. Bei Sportveranstaltung gilt die Reduzierung der Zuschauerzahlen auf ein Fünftel der Regelauslastung.

  • Gastronomie
    Gastronomische Einrichtungen müssen in der Zeit von 23 bis 6 Uhr geschlossen werden. Während dieser Zeit ist der Verkauf von alkoholischen Getränken an allen Verkaufs- und sonstigen Ausgabestellen verboten.

  • Private Feiern
    An privaten Feiern außerhalb von Wohnungen dürfen höchstens 10 Personen teilnehmen.

Gerd Abelt, Vertreter des Bürgermeisters, kündigte an, die neuen Beschränkungen für Besucher von Sport- und Kulturveranstaltungen in Schermbeck zu prüfen. Fakt sei, „dass eh fast nichts mehr stattfindet“, so Abelt. Das geplante Oktoberfest sei bereits abgesagt worden, da die Sperrstunde erwartet wurde. Das Konzert von Gregor McEwan am Sonntag (1. November) in der Reformierten Kirche war bislang noch nicht abgesagt worden.

Noch keine Maskenpflicht auf der Mittelstraße

„Für die Mittelstraße haben wir keinen Mund-Nasen-Schutz vorgesehen“, so Abelt. Zum einen sehe man seitens der Verwaltung nicht die Frequenz auf der Schermbecker Einkaufsstraße, zum anderen liege die Zahl der aktuell Infizierten in Schermbeck derzeit mit 11 bei nicht mal 0,1 Prozent der Gesamtbevölkerung. „Wir sehen das noch nicht für geboten an.“

Besucher des Wochenmarkts hingegen müsseneine Maske tragen. „Da ist es etwas enger“, so Abelt. Eine weitere Beschränkung betrifft Brautpaare: Das Standesamt sei angewiesen, die maximale Besucherzahl von 25 zu gewährleisten, so Abelt.

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