Einbrecher hatten es bei SWING nicht auf Kleider abgesehen

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Drei Einbrecher sind in der Nacht zu Sonntag in einen Lagerraum der Bekleidungsfirma SWING aufgebrochen. Auf Kleider hatten es die Täter nicht abgesehen - und sie wurden gefilmt.

Schermbeck

, 12.05.2020, 14:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Etwa gegen 4 Uhr ging am Sonntagmorgen der Alarm los. Moritz Schwack, Geschäftsführer der Firma SWING, weiß genau, was in diesen Minuten auf seinem Grundstück passierte, weil das Gelände der Firma an der Maassenstraße in Schermbeck durch Videokameras bewacht ist. „Das Material haben wir der Polizei übergeben.“

SWING-Geschäftsführer Moritz Schwack sagt nach dem Einbruch: „Wir sind mit einem dunkelblauen Auge davongekommen.“

SWING-Geschäftsführer Moritz Schwack sagt nach dem Einbruch: „Wir sind mit einem dunkelblauen Auge davongekommen.“ © Berthold Fehmer (A)

Drei Täter sind auf den Aufnahmen zu sehen - „einer von ihnen trug eine Stirnlampe“, sagt Schwack. Mit einer etwa vier Meter langen Metallstange versuchten die Täter ein Rolltor der Lagerhalle aufzuhebeln. Das gelang nur teilweise. „Sie konnten das Tor nur bis zu einer Höhe aufhebeln, dass sich eine Person unten durchschlängeln konnte.“

„Die kamen gezielt, das war keine spontane Aktion“

„Die kamen gezielt, das war keine spontane Aktion“, sagt Schwack nach Studium der Videoaufnahmen. Worum es den Tätern ging? „Die haben versucht, meine geliebte Vespa zu stehlen.“ Da das Rolltor nicht komplett geöffnet werden konnte, versuchten die Täter, die Vespa durch den Spalt zu schieben, was aber misslang. Da der Alarm bereits losgegangen war, „haben sich die Täter ganz schnell aus dem Staub gemacht“, sagt Schwack.

„Mein Roller ist zerkratzt - ansonsten hält sich der Schaden in Grenzen“, sagt Schwack am Dienstag, nachdem die Polizei den Einbruch bekannt gegeben hatte. „Zum Glück wurde darüber hinaus nichts entwendet.“ Wenn die Täter es gezielt auf die Vespa abgesehen hatte - woher wussten sie überhaupt davon? Schwack stellt nachträglich fest: „Die stand relativ ungünstig am Fenster platziert.“ Der Schaden am Rolltor sei noch nicht beziffert: „Das wird noch festgestellt.“

DNA-Spuren genommen

Nach Sicht der Videoaufnahmen geht Schwack davon aus, dass es sich bei den Tätern um Jugendliche handelt, „vielleicht bis Mitte 20“. Schwack ist guter Dinge, dass die Täter gefasst werden. „Die hatten total markante Jacken an.“ Und die Polizei habe am Montag von der vier Meter langen Metallstange („die sah so aus, als ob sie von einer Baustelle geklaut wurde“) DNA-Spuren genommen. „Der Täter, der die Metallstange angefasst hat, hatte keine Handschuhe an“, so Schwack. Sachdienliche Hinweise nimmt die Polizei in Hünxe unter Tel. (02858) 918100, entgegen.

Das Unternehmen SWING, in Dorsten gegründet, zog vor rund 15 Jahren nach Schermbeck an die Maassenstraße. Die Firma entwirft Kleider, die in Osteuropa produziert werden, und an Kunden wie Zalando, Karstadt und Kaufhof sowie im eigenen Outlet verkauft werden. Zuletzt hatte SWING das Musteratelier für das Nähen von Tausenden von Coronavirus-Stoffmasken umfunktioniert, die kostenlos an die Gemeinde Schermbeck abgegeben wurden sowie die Vereinte Volksbank, die im Gegenzug mit 1250 Euro die Tafeln in Bottrop und Dorsten unterstützte.

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