"Für den Ortsverband ist das ganz gefährlich"

FDP-Kreistagsbeschluss

Eine gefährliche Situation für den FDP-Ortsverband sieht der Schermbecker Klaus Wasmuth, der diesen 15 Jahre lang als Vorsitzender anführte. Thomas M. Heiske, der vom Kreisverband zum Parteiaustritt aufgefordert wurde, lehnt dies weiterhin ab.

Schermbeck

, 22.02.2016, 17:56 Uhr / Lesedauer: 1 min
An dem einstimmigen Beschluss der 80 FDP-Mitglieder, Thomas Heiske zum Verzicht auf seien Parteizugehörigkeit und auf das Schermbecker Ratsmandat zu bewegen, waren auch die drei Schermbecker Parteitagsdelegierten Simon Bremer, Bernd Kleinsteinberg und Detlef Rudatus (v.l.) beteiligt.

An dem einstimmigen Beschluss der 80 FDP-Mitglieder, Thomas Heiske zum Verzicht auf seien Parteizugehörigkeit und auf das Schermbecker Ratsmandat zu bewegen, waren auch die drei Schermbecker Parteitagsdelegierten Simon Bremer, Bernd Kleinsteinberg und Detlef Rudatus (v.l.) beteiligt.

„Der Kreisparteitag hat beschlossen, dass die Äußerungen keinen liberalen Grundsätzen genügen. Damit scheint dieses innerparteiliche Problem parlamentarisch gelöst zu sein.“ Das sagt Klaus Wasmuth, der seit rund 40 Jahren politisch aktiv ist, lange im Schermbecker Rat und 15 Jahre als Vorsitzender des Schermbecker FDP-Ortsverbands, über den einstimmigen Kreisverbandsbeschluss zu Thomas M. Heiske.

"Missbilligung der ganzen Versammlung"

Der Kreisverband hatte, wie berichtet, Heiske aufgefordert, aus der Partei auszutreten und sein Ratsmandat niederzulegen. Heiskes Facebook-Einträge hätten ihm die „Missbilligung der ganzen Versammlung“ eingetragen, so Wasmuth. Er, der 2008 nach Auseinandersetzungen mit Heiske seinen Posten als Ortsverbandsvorsitzender niedergelegt hatte, und seitdem auf Kreis- und Landesebene arbeitet, erwartet nun ein klares Bekenntnis des FDP-Ortsverbands. Wobei es richtig sei, dass dieser erst Heiske Gelegenheit zur Erklärung geben will.

"Ganz gefährlich"

Wasmuths Einschätzung der derzeitigen Lage: „Für den Ortsverband ist das ganz gefährlich. Der geht an der Sache kaputt, wenn er dem nicht folgt, was der Kreisverband entschieden hat.“

Heiske will nicht aus der Partei austreten

Heiske, von unserer Zeitung nach dem Beschluss um Stellungnahme gebeten, reagierte gestern wie folgt: „Da ich mir nichts habe zu Schulden kommen lassen, werde ich nicht aus der FDP austreten, sondern - auch für den Fall eines Parteiausschlussverfahrens - sämtliche juristischen Möglichkeiten ausschöpfen. Die Rückgabe des Ratsmandats steht selbstverständlich nicht zur Diskussion.“ Heiske schrieb auf die Frage, ob er sein Amt als stellvertretender Ortsverbandsvorsitzender der FDP behalten wolle: „Der FDP-Ortsverband tagte am 16.2.2016. Dem wesentlichen Teil der Mitglieder waren und sind meine Eintragungen auf Facebook bekannt. Dies gilt zumindest für aller jene, die selbst in meiner Freundesliste geführt werden oder Angehörige/Bekannte haben, die in der Freundesliste geführt werden. Vor diesem Hintergrund werde ich das mir übertragene Amt selbstverständlich übernehmen.“ 

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